Fotocredit: Pixabay/WolfBlur
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Alte Apfelsorten und somit die Biodiversität und den Lebensraum Streuobstwiese zu schützen – dafür gibt es immer mehr Projekte. Auch in den USA.

Alte Apfelsorten zu retten ist nicht nur wichtig, um die Biodiversität zu erhalten. Auch geschmacklich haben alte Sorten eine Vielfalt zu bieten, die Pink Lady, Gala & Co bei weitem übertreffen. Doch dass es alte Apfelsorten auch weiterhin gibt, dafür bedarf es einiges an Wissen – und an Pflege alter Streuobstwiesen.

Für die Artenvielfalt bei Äpfeln setzt sich in Österreich unter anderem die Arche Noah ein. Beschreibungen der jeweiligen Sorten von A bis Z sind auf der Homepage des Vereins zu finden. Auf den Obstsortenblättern finden sich nicht nur detaillierte Beschreibungen, die eine Sortenbestimmung ermöglichen, sondern auch Hinweise zu Reifezeit, Geschmack und Haltbarkeit.

Streuobstwiesen-Projekt im Naturpark Südsteiermark

Dafür, dass Streuobstwiesen auch in Zukunft erhalten bleiben, macht sich unter anderem auch der Naturpark Südoststeiermark stark. Erst diesen Sommer wurde das Projekt „streubi“ ins Leben gerufen, das unter dem Motto „Schützen durch Nützen“ Besitzern von Streuobstwiesen einen fairen Kilopreis für das Obst anbietet. Aus dem Streuobst wird Apfelsaft, Essig und Apfelmost erzeugt, der in den Naturpark-Gemeinden verkauft wird. So soll die Kulturlandschaft langfristig erhalten bleiben.

Ein recht neues, ebenfalls steirisches Projekt ist das Start-up „Eva und Adam“. Die beiden Gründer Stafanie Schuster und Alois Wilfling aus Miesenbach bei Birkfeld haben sich zum Ziel gesetzt, Obst-Raritäten aufzuspüren und den Bauern – je nach Sorte – einen sehr guten Preis zu zahlen. Auch ihr Ziel ist es, Streuobstwiesen und somit die Biodiversität zu erhalten – und vor allem die geschmackliche Vielfalt, die die Äpfel bieten. Interessierte Feinschmecker können die Apfelsorten bei „Eva und Adam“ auch Kistenweise bestellen. Besondere Raritäten verkaufen die beiden an die gehobene Gastronomie.

Auch in den USA ist das Thema angekommen

Das Thema gewinnt aber zum Glück nicht nur in Österreich an Bedeutung. Jeden dritten Mittwoch im Monat um 10 Uhr pazifischer Zeit treffen sich noch bis April 2021 Experten der Universität Idaho zu einem Webinar zum Thema Apfelsorten. An diesen können alle Interessierten kostenlos teilnehmen. (Die Webinars gibt es auch auf Youtube zum Nachsehen.) Unter dem Titel „The Lost Apple Project“ will man auch hier für einen Erhalt der Artenvielfalt eintreten und wissenschaftliche Methoden, die dazu hilfreich sind, vorstellen und diskutieren.

httpv://www.youtube.com/watch?v=PQqE6pK1tDU

Quelle: „Webinar Series Recordings„; „‘STREUBI‘ – so gut schmeckt Biodiversität„; „Eva und Adam

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