Dieses einfache Konzept bringt Produzent und Konsument zusammen.

REKO ist ein einfaches, aus Finnland stammendes, Konzept, um Produzenten und Konsumenten lokal-produzierter, ökologischer Waren zusammen zu bringen. Den ersten REKO-Ring startete der Finnlandschwede Thomas Snellmans. Der Name setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben der schwedischen Worten rejäl konsumtion zusammen, was reeller Verbrauch bedeutet. Facebook dient dabei als Plattform, um Produzenten und Verbraucher mit einander in Kontakt treten zu lassen.

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe wird erst einmal ein Ausliefertermin publiziert, dann postet jeder Produzenten welche Waren er anzubieten hat und mit einem einfachen Kommentar unter dem Posting des jeweiligen Anbieters bestellt der Kunde seine Waren. Die vorbestellten Produkte werden dann zur vereinbarten Zeit und am vereinbarten Platz übergeben. Abgesehen davon, dass die Bestellung via Facebook erfolgt, funktioniert REKO also wie ein gewöhnlicher Bauernmarkt. Doch die Vorbestellung der Waren hat natürlich den Vorteil, dass die Produzenten genau wissen, wieviel sie ernten müssen und so nicht auf unverkaufter Ware sitzenbleiben. Dass es keine Zwischenhändler gibt und die gesamt Bestellabwicklung über die Onlineplattform erledigt wird, hat auch den Vorteil, dass man keine administrativen Kosten hat und dem Produzenten der gesamte Gewinn selbst bleibt. Für den Konsumenten hat es natürlich auch Vorteile, er bekommt garantiert frische lokale Ware und hat die Möglichkeit sich beim Produzenten direkt über Produktionsmethoden und ähnliches zu erkunden.

Die erste REKO-Auslieferung gab es vor mittlerweile 4 Jahren in Jakobstad. Das Konzept gewann dann in Finnland rasch an Popularität und mittlerweile gibt es über hundert weitere REKO-Ringe in unterschiedlichsten Städten, die Gesamtanzahl an Mitgliedern wir mittlerweile auf 100.000 geschätzt. Auch ins Nachbarland Schweden breitete sich das Konzept bald aus, vor allem in Mittelschweden, zwischen Uppsala und Göteborg, gibt es bereits einige REKO-Gruppen.

In Wien und Umgebung gibt es ja zum Glück zahlreiche wöchentliche Bauermärkte und einige Anbieter von Bio-Gemüsekistln. Doch wer in seinem Heimatort diese Möglichkeiten vermisst, kann einfach nach Vorbild der REKO-Ringe eine eigene Gruppe gründen, in der Konsument und Produzent miteinander in Kontakt gebracht werden.

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Bild: Pexels

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