Mode-Recycling: Ein schwedisches Sportbekleidungs-Unternehmen erntet Gemüse aus dem Kompost biologisch abbaubarer Sportswear!

Vielleicht gehört Houdini nicht zu den bekanntesten Sportartikel-Herstellern. Zu den nachhaltigsten gehört die schwedische Firma aber allemal. Denn die abgetragene Sportswear des Herstellers lässt sich kompostieren. Sportgewand wird so also zur Basis für frisches Gemüse!

Wer Houdini sagt, muss auch Nachhaltigkeit sagen. Denn der hat sich das Unternehmen, das 1993 in Schweden gegründet wurde, mit Haut und Haar verschrieben. Und die Outdoorbekleidungs-Firma scheint dabei einen ziemlich unaufgeregten, aber dafür ernsthaften Zugang zum Thema zu haben. „Wir sehen Nachhaltigkeit nicht als separaten Teil unseres Unternehmens – sie ist ein essenzieller Bestandteil von allem was wir tun. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und einem rentablen Wirtschaften“, heißt es beispielsweise auf der Website der Sportartikel-Hersteller. 98 Prozent der Produkte werden bisher nachhaltig hergestellt, drei Produktlinien des Unternehmens bestehen sogar zu 100 Prozent aus biologisch abbaubaren und natürlichen Materialien!

Biologisch Abbaubare Kleidung kompostiert

Dass hinter Aussagen wie „Als Hersteller ist es unsere Pflicht sicherzustellen, dass unsere Bekleidung nicht auf dem Müll landet sondern, dass sie als neues Produkt wiedergeboren wird.“ oder „Bei der Auswahl unserer Produzenten und Produktionsverfahren sind wir immer extrem sorgsam. Umweltschonend nachhaltig und ethische Arbeitsbedingungen.“ keine leeren Worthülsen stehen, beweist Houdini aktuell mit einer ganz besonderen Recycling-Idee: Denn das Unternehmen ist dafür bekannt, dass man seine kaputte oder abgenutzte Sportswear ins Geschäft zurückbringen kann, wo sie repariert oder nun auch in ganz spezieller Form recycelt wird: Die biologisch abbaubare Kleidung wurde nun erstmals kompostiert und zu Dünger für den Gemüseanbau verwendet. 

Recycling: Nachhaltiger Produktionskreislauf

„Unserer Vision ist seit jeher klar – wir wollen mit unserer Kleidung die Outdoor-Erfahrungen unserer Kunden maximieren, ohne dabei negativen Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Indem wir jetzt Gemüse aus unseren abgenutzten Kleidungsstücken herstellen, zeigen wir, dass sich der nachhaltige Produktionskreislauf schließen lässt“, sagt Eva Karlsson, die Geschäftsführerin von Houdini Sportswear. Aber schmeckt Gemüse aus quasi altem Sportzeug auch? Aber sicher, findet Küchenchef Sebastian Thureson, der daraus ein köstlich klingendes Menü zauberte. Geräucherte Pilz-Suppe, gebackener Lauch mit Dill, Kresse und Holunder und süßer Fenchel standen auf der Speisekarte: „Als ich das Menü für das Abendessen kreierte, achtete ich darauf, dass der nachhaltige und ehrliche Charakter von Houdini auch auf den Tellern spürbar wird!“, so Thureson.

In diesem Sinne: Wohl bekomm’s! Die Outdoor-Kleidung von Houdini erhältst du in Österreich übrigens in folgenden Shops.

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Quellen: creativity-online.com, bergfreunde.defashionunited.dewww.houdinisportswear.com

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