Ein schwedisches Unternehmen hat eine Methode zum Färben von Textilien gefunden, die umweltschonend ist und kaum Wasser benötigt.

Das Unternehmen SpinDye mit Sitz in Stockholm, Schweden hat eine Methode entwickelt, mit der sie Synthetikfasern, aber auch Viskose und Mischgewebe ressourcenschonend und umweltfreundlich einfärben können. Bei der Produktion stehen Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Fokus, vor allem der Wasserverbrauch, der bei herkömmlichen Färbemethoden enorm ist, wird hier stark reduziert. Textilien die auf diese Art gefärbt werden, sind farbecht, sie bleichen auch durch Sonneneinstrahlung nicht aus. Die Methode eignet sich sehr gut für Sport- und Outdoor-Textilien.

Im Grunde ist SpinDyes Methode ganz simpel. Erst wird recycelter Kunststoff eingeschmolzen, diesem werden dann Farbpigmente beigemischt und schließlich stellt man daraus Garn der gewünschten Stärke her. Dieses Garn kann dann von Textilherstellern wie gewohnt weiterverarbeitet werden.

In herkömmlichen Färbeprozessen werden enorme Mengen Wasser verbraucht, nämlich 100 bis 150 Liter pro Kilogramm Textilien. SpinDye kommt mit deutlich geringen Mengen aus und auch der Einsatz von Chemikalien wird, verglichen mit anderen Methoden, auf ein Minimum reduziert. Laut Angaben auf der Website des Unternehmens benötigt man 75 Prozent weniger Wasser, 90 Prozent weniger Chemikalien, rund 30 bis 40 Prozent weniger Energie und hat einen etwa 30 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als bei anderen Verfahren.

Dass man nicht das einzige Unternehmen ist, das mit einem wassersparenden und umweltschonendem Verfahren färbt, weiß man bei SpinDye. Auch große Sportartikelhersteller haben eigenen Verfahren entwickelt, um den Wasserverbrauch beim Textilfärben stark einzuschränken. Was SpinDye aber von anderen unterscheidet ist, dass ihre Methode auch ohne große Maschinen auskommt, da die Farbe bereits bei der Herstellung des Garns eingemischt wird.

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Bild: Unsplash

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