Was Vegetarismus ist und welche Gründe es gibt, sich ohne Wurstsemmel und Co. zu ernähren. Rund 1,5 bis 2,5 Prozent der Bevölkerung in der westlichen Welt sind Schätzungen zufolge Vegetarier,…

Was Vegetarismus ist und welche Gründe es gibt, sich ohne Wurstsemmel und Co. zu ernähren.

Rund 1,5 bis 2,5 Prozent der Bevölkerung in der westlichen Welt sind Schätzungen zufolge Vegetarier, verzichten also auf den Verzehr von Fleisch und Fisch. Das Wort „Vegetarismus“ etablierte sich erst Ende des 19. Jahrhunderts, vorher sprach man von „Vegetarianismus“, was aus dem Englischen kommt und aus „vegetation“ (Pflanzenwelt) und „vegetable“ (pflanzlich; Gemüse) gebildet wurde.

Es gibt verschiedene Formen des Vegetarismus, je nachdem, ob Eier beziehungsweise Milchprodukte gegessen werden oder nicht. Pescetarier verzichten zwar auf Fleisch, nicht aber auf Fisch. Auch Stoffe, die aus geschlachteten Tieren hergestellt werden, sind für Vegetarier grundsätzlich tabu. Dazu gehören etwa Gelatine oder Schmalz. Manche Vegetarier meiden darüber hinaus sogar Produkte, für deren Herstellung von Tieren stammende, nicht deklarierungspflichtige Verarbeitungshilfsstoffe eingesetzt werden.

Aus welchen Motiven heraus verzichten Vegetarier auf das zartrosa Steak im Restaurant, die Käsekrainer am Würstelstand und die Wurstsemmel in der Mittagspause?

Grundsätzlich sind die Gründe dafür je nach Person und Kulturkreis verschieden. Manchen Menschen schmecken Fleisch und Wurst ganz einfach nicht, ihnen sagt eine fleischlose Ernährung mehr zu. Andere sehen den gelebten Vegetarismus als Weltanschauung, es geht um ein gesteigertes Gesundheitsstreben oder um ethische Ideale. Man möchte nicht, dass Tiere leiden müssen und getötet werden. Und/oder man kritisiert die intensive Tierhaltung, die sehr energieverschwenderisch und daher eine ineffiziente Art der Nahrungsmittelproduktion ist.

Die Gründe für ein Leben ohne Fleisch können aber auch religiöser Natur sein. Sie sind vor allem in Indien anzutreffen: Anhänger des Jainismus sind strenge Vegetarier, der Hinduismus fordert durch bestimmte Prinzipien und Ernährungsregeln den Vegetarismus, der Buddhismus schafft dafür zumindest günstige Voraussetzungen.

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