Mehrere Städte weltweit haben mittlerweile Pläne autofrei zu werden.

In Madrid hat die Bürgermeisterin Manuela Carmena angekündigt, dass private PKWs noch vor dem Ende ihrer Amtszeit, im Mai 2019, von der Gran Via verbannt werden sollen, nur Taxis, Busse und Fahrräder sollen hier in Zukunft verkehren dürfen. Bis 2025 will man dann alle Dieselfahrzeuge aus der Stadt verbannen, komplett autofrei zu werden ist bisher jedoch nicht geplant.

Im Stadtzentrum von Oslo hingegen sollen schon 2019 keine Autos mehr verkehren dürfen. Dafür wird in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Fahrradwegnetzes investiert. Bis 2025 soll dann das ganze Land frei von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren werden.

Auch Barcelona will bis 2020 alle Autos aus dem Stadtzentrum verbannen und vierundzwanzig bisher stark befahrene Straßen sollen fußgängerfreundlich gestaltet werden. Wer gegen die neuen Regeln, die man einführen will, verstößt muss mit einer Strafe von mindestens hundert Euro rechnen. Autos mit hohem Schadstoffausstoß müssen in Zukunft außerdem höhere Parkgebühren zahlen.

Hamburg ist ebenfalls unter den Städten, die Radfahren und Zufußgehen fördern. Mehrere Zonen in der Stadt sollen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden. Das Projekt Grünes Netz will ein Netz aus Zonen, die untereinander autofrei verbunden sind, errichten. Dieses Netz soll bis 2035 vierzig Prozent der Stadt umfassen und Parks, Spielplätze Sportplätze und auch Friedhöfe miteinbeziehen.

In Kopenhagen radelt schon jetzt mehr als die Hälfte der Bevölkerung täglich zur Arbeit und die dänische Hauptstadt gehört zu den europäischen Städten mit den wenigsten Autobesitzern. Das mehr als 300 Kilometer umfassende Radwegenetz der Stadt wird zurzeit um weitere Routen, welche die Vororte direkt mit dem Zentrum verbinden, erweitert. Bis 2050 will Kopenhagen CO2 neutral werden.

In Paris dürfen seit letztem Sommer keine Autos mehr ins Zentrum fahren, die vor dem Jahr 1997 gebaut wurden. Dies gilt allerdings nur an Wochentagen, an den Wochenenden ist die Regel ausgesetzt. Weiters plant man das Radwegenetz kräftig auszubauen und manche Straßen sollen ab 2020 elektrischen Fahrzeugen vorbehalten sein.

In Athen dürfen Dieselfahrzeuge, je nach Kennzeichennummer, an bestimmten Tagen nicht ins Zentrum fahren. Diese Maßnahme hat man eingeführt, um die Luftqualität zu verbessern. Ab 2025 sollen Dieselfahrzeuge überhaupt nicht mehr ins Zentrum fahren dürfen und auf lange Sicht will man alle Autos aus dem Zentrum verbannen.

Auch London hat es auf Dieselfahrzeuge abgesehen und verlangt in gewissen Zonen eine Gebühr von 12,50 Pfund wenn man in eine solche mit einem dieselbetriebenen Wagen zur Stoßzeit fahren möchte. 

Brüssel verfügt über die zweitgrößte autofreie Innerstädtische Zone (auf Platz eins ist Kopenhagen) und diese Zone will man weiter ausbauen. Ab nächstem Jahr dürfen Dieselfahrzeuge die vor 1998 gebaut wurden nicht mehr ins Brüsseler Zentrum fahren.

Natürlich sind es nicht allein Europäische Städte, die solche Pläne haben, in diesem Video des World Economic Forum erfährt man mehr über internationale Pläne.
 

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Bild: Pexels

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