Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik eröffneten gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Wien Energie-Geschäftsführung Michael Strebl (2. v. l.) das neue Climate Lab. Fotocredit: © Impact Hub/APA-Fotoservice/Reither
Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik eröffneten gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Wien Energie-Geschäftsführung Michael Strebl (2. v. l.) das neue Climate Lab. Fotocredit: © Impact Hub/APA-Fotoservice/Reither
Im Hundertwasser-Hochhaus in der Wiener Spittelau sind im Climate Lab rund 1.000 m2 Raum für innovative Konzepte im Sinne der Nachhaltigkeit und zur Eindämmung des Klimawandels entstanden. Wien bietet damit nun noch mehr Platz für eine klimaneutrale Zukunft.

Das Hundertwasser-Hochhaus der Müllverbrennungsanlage Spittelau, die vom größten Energiedienstleister des Landes – Wien Energie – betrieben wird, ist Schauplatz zahlreicher innovativer Technologien: Hier wird unter anderem ein zentraler Beitrag zur Abfallwirtschaft unserer Hauptstadt geleistet, bei dem Wien Energie durch eine ausgereifte Abgasreinigungstechnologie den gesetzlichen Grenzwert als internationaler Spitzenreiter durchschnittlich um rund 90 Prozent unterschreitet.

In der Spittelau wird überdies für 50.000 Haushalte saubere Energie gewonnen und die klimafreundliche Fernwärme erzeugt, mit der wiederum mehr als 60.000 Haushalte nachhaltig beheizt werden können. Auf dem als Wahrzeichen geltenden Areal wird außerdem Fernkälte produziert. Mit der im Jahr 2009 eröffneten Fernkältezentrale in der Spittelau versorgt Wien Energie beispielsweise unter anderem das gesamte Allgemeine Krankenhaus (AKH) Wien mit umweltschonender Kühlung im Sommer. Verglichen mit herkömmlichen Klimalösungen kann mit Fernkälte etwa die Hälfte CO2 und rund 70 Prozent Energie eingespart werden. Die neueste innovative Anlage am Gelände: Ein überdimensionaler E-Heizer, der wie eine Art „Riesen-Wasserkocher“ überschüssigen Ökostrom in umweltfreundliche Fernwärme umwandelt.

Climate Lab: Unabhängige Energieversorgung vorantreiben

Doch seit einigen Tagen bietet das Hundertwasser-Hochhaus neben all diese innovativen Klimalösungen nun sogar noch mehr Raum für Klimaneutralität! Wien Energie hat darin nämlich gemeinsam mit dem österreichischen Klima- und Energiefonds sowie mit dem Klimaschutzministerium, dem EIT Climate-KIC – Europas größter öffentlich-privater Partnerschaft mit Spezialisierung auf Innovationen zur Eindämmung des Klimawandels – und Impact Hub – einem international führenden Netzwerk für soziale und ökologische Innovationen  – das Climate Lab eröffnet.

„Im Climate Lab werden innovative Projekte und Ideen entstehen, mit denen wir die Energiewende und die unabhängige Energieversorgung hier in Wien noch stärker vorantreiben können“, sagt dazu Michael Strebl. Der Vorsitzende der Wien Energie-Geschäftsführung hat das Climate Lab mitinitiiert.

Mitwirkende und Publikum nahmen auf Stühlen aus recyceltem Plastik bei der Eröffnung des Climate Labs Platz. Fotocredit: © Impact Hub/APA-Fotoservice/Reither
Mitwirkende und Publikum nahmen auf Stühlen aus recyceltem Plastik bei der Eröffnung des Climate Labs Platz. Fotocredit: © Impact Hub/APA-Fotoservice/Reither

Große Ideen für klimafitte Zukunft im Climate Lab

Dabei handelt es sich um rund 1.000 m2 Raum, die sowohl für öffentliche Stellen und Unternehmen als auch für Start-ups sowie für die Zivilgesellschaft und die Forschung zur Verfügung stehen. Gemeinsam wird an innovativen Energielösungen für die Zukunft gearbeitet.

Ziel des Climate Lab ist es, sektorübergreifende Allianzen zu formen und Kräfte zu bündeln, um die Zielerreichung der Klimaneutralität rascher voranzutreiben. Im Climate Lab werden gezielte Innovationsprogramme angeboten, in denen führende Unternehmen als Impulsgeber, aber auch Entwickler:innen und Nachfrager:innen für neue Lösungen im Klimaschutz agieren und zusammenarbeiten.

Im Climate Lab findet sich dafür beispielsweise auch ein Kreativloft. Der Rest der Fläche teilt sich auf Veranstaltungs-, Workshop- oder Meeting-Räume auf, in denen Arbeitsplätze künftig auch flexibel mietbar sein sollen. Bei der Einrichtung selbst wurde ebenso großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Ein Bodenbelag mit CO2-negativen Teppichfliesen oder Möbel aus recycelten Materialien sind nur zwei Beispiele dafür.

„Das Climate Lab ist der ideale Ort, wo Start-ups und Unternehmen, die Forschung sowie Innovator:innen zusammenkommen. Mit seinen Themenschwerpunkten – von der Energiewende bis hin zur Kreislaufwirtschaft – werden hier große Ideen für unsere klimafitte Zukunft entstehen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Fotocredits: © Impact Hub/APA-Fotoservice/Reither 


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