Wieso aus einem Problem nicht eine Ressource machen? In Taiwan steht ein Haus aus einer Menge Plastik-Flaschen.

Ja, Plastik ist ein Riesenproblem. Eine Taiwanesische Firma hat nun überlegt, wie man dieses Problem zu einer Ressource machen kann. Und aus Plastikflaschen ein Haus gebaut.

Was klingt wie ein nettes Kindergartenspiel, nämlich „Lass uns doch ein Haus aus Plastikflaschen bauen“, ist in Taiwan bereits ganz erwachsene Realität. Aber von Anfang an: Der asiatische Inselstaat hat ein Plastikproblem. Und zwar ein großes. Denn die Bevölkerung liebt Fast Food und Convenience Stores. Das führt dazu, dass die Einwohner jährlich bis zu 4,6 Milliarden Getränke in Plastikflaschen konsumieren.

Haus aus Plastik

„Das kann man doch nutzen“, dachte sich wohl Arthur Huang. Er ist CEO in der taiwanesischen Firma Miniwiz, die 2005 von ihm und Jarvis Liu gegründet wurde, und die sich den Themen Nachhaltigkeit, Recycling und Umweltbewusstsein verschrieben hat. Beim Blick in die mit Plastikflaschen übervollen Mistkübel der Hauptstadt Taipeh kam die Inspiration. Ein Haus aus Plastikflaschen! Und so entwickelte er den Entwurf zu einer dreistöckigen Ausstellungshalle mit dem Namen EcoARK in Taipeh, für die ca. 1,5 Millionen recycelte Plastikflaschen verbaut wurden. 

Das Haus wird als das leichteste, beweglichste und atmungsaktivste Umweltwunder der Welt bezeichnet und ist so konstruiert, dass es sogar Erdbeben und Taifunen standhalten können soll.

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Quellen: inhabitat.comjetsongreen.comminiwiz.com

Foto: pixabay.com

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