Das Living Environments Lab in Pittsburgh, USA, ist eine von Initiative an der privaten Carnegie Mellon University. Die Beteiligten haben sich der Forschung in Sachen Nachhaltigkeit verschrieben. Unter anderem ist dabei ein Kunstprojekt entstanden, das um die ganze Welt tourt und auch schon in Österreich Halt gemacht hat: Die Energie-Parasiten.

Das Living Environments Lab hat dem Ziel verschrieben, Wissenschaft und menschlichen Ethos zu vereinen. Als Wissenschaftler geht es der Inititative darum, Technologie zu verstehen und zu entwickeln. Als Menschen geht es den Beteiligten darum, Gesundheit, Umwelt und nachhaltigen Lebensstil zu fördern. Der Direktor, Dr. Eric Paulos, und die übrigen Teammitglieder sind überzeugt, dass Wissenschaft und Ethik zusammenpassen und zusammenpassen müssen – weil sie glauben, dass nur neue und verbesserte Technologien in der Lage sind, positive Veränderungen in der Welt zu fördern, Ressourcen effizienter einzusetzen und Abfall und Verschwendung zu verringern.

Energy Parasites

Das Kunstprojekt, mit dem das Living Environments Lab in der jüngsten Vergangenheit weltweit Interesse erregt hat, waren die „Energy Parasites“ – kleine, mit einfachsten Mitteln gebaute Apparate, die vorhandene Energie mit nutzen. Bewegungsenergie vor allem.

Energie „anzapfen“

Diese handgebauten, simplen Geräte lassen sich ganz unauffällig im öffentlichen Raum anbringen und „stehlen“, wenn man so ein hartes Wort dafür verwenden möchte, Energie. Nur ganz wenig, unmerklich – wie eben ein Parasit, der sich bei einem Wirt einnistet und von seinen Ressourcen mit zehrt.

Diese Geräte nutzen abfließendes Wasser, bewegliche Teile und ähnliche, energiereiche Abläufe. Sie tragen lustige Namen wie „escaleech“, „draindrain“ oder „luxsap“ – und sie nutzen die gesammelte Energie aus fremden Quellen für ihre eigenen Zwecke – zum Betreiben einer kleinen Lampe etwa – oder speichern sie in Akkus.

Video auf der Living Environments Lab-Website:

Damit helfen sie, uns bewusst zu werden, wie viel Energie rings um uns am Werk ist – theoretisch frei verfügbar. Und doch nicht ohne Weiteres zu fassen zu bekommen.

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