Auch die Reduktion des Konsums tierischer Lebensmittel, statt einem kompletten Verzicht, hat viele positive Effekt.

Vielen von uns ist längst bewusst, dass unser enormer Verbrauch an tierischen Lebensmittel der Umwelt schadet. Massentierhaltung hat zweifellos stark negative Auswirkungen auf die Umwelt, auf die Gesundheit der so gehaltenen Tiere und letztlich auch auf unsere Gesundheit. Dennoch machen viele weiter wie bisher und essen täglich Fleisch, Wurstwaren, Eier und Milchprodukte. Manch andere haben einen radikalen Schritt gesetzt und verfolgen einen veganen Lebens- und Ernährungsstil, oder verzichten zumindest auf Fleisch, ernähren sich also vegetarisch. Doch das ist nicht für jeden eine Alternative, viele wollen oder können nicht ganz auf tierische Produkte verzichten. Was wir aber alle tun können, ist unseren Konsum zu reduzieren. Eine Bewegung aus den USA, das Reducetarian Movement, propagiert genau das.

Brian Kateman hat die Bewegung gegründet, da er der Meinung ist, dass die All-or-nothing Botschaft, die Veganismus oder Vegetarianismus verbreitet eben nicht für alle Menschen funktioniert. Gleichzeitig ist er überzeugt davon, dass dennoch jeder seinen Teil dazu beitragen kann, die Auswirkungen der Massentierhaltung zu reduzieren.

In den USA produzieren Viehzuchtbetriebe jährlich rund 500 Millionen Tonnen Gülle, dies ist drei Mal so viel wie die gesamte Bevölkerung jährlich an Abwässern produziert. Immer wieder gelangt etwas davon ins Grundwasser und stellt somit eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung dar. Außerdem entstehen durch Massenviehzucht enorme Mengen an Treibhausgassen, laut UNO ist die Fleischindustrie für knapp 20 Prozent der der gesamten weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der National Geographic hat errechnet, dass die Produktion von einem Kilo Fleisch mehr als 15.000 Liter Wasser braucht, während die Produktion von einem Kilo Getreide oder Kartoffeln rund 1.500 Liter Wasser benötigt.

Wasser wird in der Viehzucht nicht nur als Trinkwasser für die Tiere benötigt, auch das Wasser, das zur Reinigung der Aufzuchtanlagen und in Fleischereibetreiben benötigt wird muss mitgerechnet werden. Außerdem wir Futter benötigt und in der Produktion dieses wird natürlich ebenfalls Wasser verbraucht. Rund 10 Kilogramm Futtermittel werden benötigt, um ein Kilo Fleisch zu produzieren. Etwa die Hälfte des in den USA angepflanzten Getreides gehen direkt in die Massentierhaltung. Würde die gesamte Menge des produzierten Getreides als Lebensmittel für den Menschen verwendet werden, könnte man vier Mal so viele Menschen, wie die die heute an Unterernährung leiden, versorgen.

Dies sind einige der Argumente die das Reducetarian Movement nennt, um die Reduktion des Konsums von tierischen Lebensmitteln zu propagieren. Abgesehen von diesen Argumenten gibt es noch viele gesundheitliche Argumente, wer seinen Fleischkonsum reduziert, reduziert gleichzeitig sein Risiko für verschiedenen Herzkrankheiten, mehreren Krebsarten, Herzinfarkt oder Diabetes. Argumente für eine Reduktion gibt es also genug, wie viel jeder reduzieren will, muss er selbst entscheiden.

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Bild: Reducetarian.org

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