Die typisch österreichische Kost, mit seinen beträchtlichen Mengen an Schnitzel und Co., birgt erhebliche Umweltbelastungen in der Produktion der Zutaten. Der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte kann die Auswirkungen des Lebensstils auf die Umwelt erheblich reduzieren. Eine Infografik.

Wie kann man den Fußabdruck des eigenen Lebenswandels auf die Umwelt in Zahlen fassen? Die Seite culinaryschools.org hat eine Infografik zusammengestellt, die aktuelle Zahlen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen zusammenfasst. Die Vergleiche in der Infografik hier auf Deutsch:

  1. Klimawandel
    1. Kohlendioxid
      1. Falls eine Person sein normales Auto gegen einen Wagen mit Hybrid-Antrieb eintauscht, spart diese Person etwa 1t CO2 pro Jahr.
      2. Falls eine Person sich dazu entschließt, auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten und vegan zu leben, spart diese Person etwa 1,5t CO2 pro Jahr.
      3. Falls jede Amerikanerin und jeder Amerikaner auf Portion Huhn pro Woche verzichtet, würde die gleiche Menge CO2 pro Jahr gespart werden, als 500.000 Autos erzeugen würden.
    2. Methan
      1. Hühner, Truthähne, Schweine und Kühe sind gemeinsam die größten Produzenten von Methangas in den USA. Methan ist als Klimagas 20x so potent wie CO2.
    3. Lachgas
      1. Die Fleisch-, Ei-, und Milchproduktion erzeugt weltweit 65% der Lachgas-Emissionen. Lachgas (Stickstoffoxid) ist als Klimagas 300x so potent wie CO2.
    4. Eine Kalorie tierisches Eiweiß benötigt 11x so viel Treibstoffe in der Produktion wie eine Kalorie pflanzliches Eiweiß.
    5. Die Ernährung von Fleisch-Essern erzeugt 7x so viele Treibhausgasemissionen als jene von Veganern.
  2. Wasser
    1. Nahezu 50% des verbrauchten Wassers in den USA wird für die Aufzucht von Tieren benutzt.
    2. Etwa 9100 Liter Wasser werden durchschnittlich für die Produktion von einem halben Kilo Fleisch benötigt. Für ein halbes Kilo Weizen werden 95 Liter Wasser verbraucht.
    3. Sie sparen mehr Wasser, wenn Sie auf ein halbes Kilo Fleisch verzichten, als wenn Sie ein halbes Jahr nicht duschen.
    4. Eine vegane Lebensweise benötigt etwa 1.150 Liter Wasser pro Tag, während eine traditionelle Lebensweise etwa 15.150 Liter Wasser pro Tag verbraucht.
    5. In Amerika erzeugen die in der Fleischproduktion lebenden Tiere etwa 40.400 kg Exkremente pro Sekunde. Nichts davon wird in einer Kläranlage gereingt. Eine massive Grundwasserbelastung ist die Folge.
    6. Hühner-, Schwein- und Rinderexkremente sind für die Verschmutzung von etwa 56.400 km fließendes Gewässer in 22 amerikanischen Staaten direkt verantwortlich.
  3. Land
    1. Für die Aufzucht von Tieren zur Fleischproduktion werden 30% der Landfläche der Erde benutzt. Das entspricht etwa der Fläche von Asien, etwa 44 Mio. km2. Der Mond hat eine Oberfläche von 37,8 Mio. km2.
    2. Mehr als 1,05 Mio. km2 Wald wurde in den USA gerodet, um Futter für die Tierhaltung produzieren zu können. Jede Minute werden 7 Fußballfelder flachgewalzt, um mehr Fläche für die Tierhaltung zu generieren.
    3. Die Weidehaltung ist der Hauptgrund in den USA, dass Pflanzen aussterben oder auf die Liste bedrohter Arten rutschen.
  4. Warum ist Tierhaltung zur Nahrungsmittelproduktion so ineffizient?
    1. Tiere fressen große Mengen an Getreide, Soja, Hafer und Mais. Dagegen produzieren sie vergleichbar geringe Mengen an Fleisch, Milchprodukte oder Eier.
    2. 70% des angebauten Getreides in den USA wird an Tiere verfüttert.
    3. Man benötigt 7,2 kg Getreide, um ein halbes Kilo Fleisch zu produzieren und 2,2 kg gefangenen Fisch für 45 dag Fisch aus Aquakultur.

Die Zahlen sind alle auf Amerika zugeschnitten, deren Art zur Produktion von Fleisch sicherlich noch andere Ausmaße angenommen hat wie jene hierzulande. Ganz von der Hand zu weisen sind die Zahlen deshalb aber nicht. Ich habe auch nicht vor, irgendjemanden zu etwas bekehren zu wollen, was ich selbst ohnehin auch nicht bin – oder noch nicht geschafft habe zu sein.

Es ist bedeutsam für mich, ein Bewusstsein für das eigene Handeln und Tun zu schaffen, welches die Selbstverantwortung für das eigene Tun in den Vordergrund stellt. Diese Verantwortung kann man wiederum nur übernehmen, wenn man über die entsprechenden Informationen verfügt.

Veganism by the numbers.

Infographic by CulinarySchools.org

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