Wasser wirkt im Körper immer positiv – doch macht die Qualität einen Unterschied?

Es ist wieder diese Zeit des Jahres in der man mit Abnehmtipps, Gesundheitsregeln und Sportartikeln regelrecht beworfen wird. Einer dieser Tipps ist viel Wasser zu trinken. Darüber habe ich auf meinem Blog schon einmal geschrieben und auch schon Vorschläge für aromatisiertes Wasser im Sommer wie im Winter geliefert. Nun bekomme ich oft die Frage gestellt, ob auch die Qualität des Wassers wichtig ist. Damit meine ich nicht, ob es sauber ist, das setze ich einmal voraus. Es geht um die Frage ob aus der Leitung oder der Flasche, und dabei noch um still oder prickelnd. Haben diese Aspekte Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele? Dieser Frage gehe ich also heute hier nach. Weiter unten verrate ich dann noch, ob man die Qualität des Wassers nicht doch verbessern kann.

Ist Leitungs- oder Mineralwasser besser?

In manchen Regionen stellt sich diese Frage gar nicht, weil das Leitungswasser einfach nicht gut schmeckt. Meist liegt das am Kalkgehalt und es schmeckt dann sehr “hart”. Mir schmeckt zum Beispiel das Wasser im Waldviertel bei meinen Schwiegereltern überhaupt nicht, wobei das nicht verwunderlich ist, bin ich doch das Wiener Hochquellwasser gewöhnt.  Die Qualität und Zusammensetzung des Leitungswassers kann man heutzutage ganz einfach testen lassen, Test-Sets bekommt man in jeder Apotheke. Eine Probe wird abgefüllt und eingeschickt, nach einigen Tagen hat man das Ergebnis. Nehmen wir also einmal an, das Wasser aus der Leitung hat eine gute Qualität, schmeckt und ist unbedenklich trinkbar. Sollte man trotzdem Mineralwasser kaufen?

Leitungswasser ist einer der am stärksten kontrollierten Lebensmittel in Österreich und Deutschland, die Qualität ist daher überall gut. Es enthält wichtige Mineralstoffe für den Körper, einzig die genaue Zusammensetzung und der Geschmack sind regional verschieden. Ernährt man sich vegan, kann es zudem nicht schaden gezielt Mineralwasser mit viel Kalzium und Magnesium zu trinken. Hier jedoch unbedingt die Etiketten genau lesen. Mineralwasser enthält nämlich nachweislich nicht immer mehr Mineralien als Leitungswasser. Der Anteil an Mineralstoffen ist gesetzlich nicht festgelegt, daher gibt es am Markt große Unterschiede.  Nachhaltiger ist auf jeden Fall der Konsum von Leitungswasser, da hier der Transport und die Verpackung weg fällt. 

Still oder prickelnd? Prickelndem Wasser ist das gelöste Gas Kohlendioxid zugesetzt, was auch in der Natur in manchen Quellen vorkommt. Kohlensäure ist also ein natürlicher Bestandteil und hat keine nachteiligen Auswirkungen auf den Körper. Kohlensäure im Wasser bläht allerdings den Bauch auf und man muss aufstoßen. Sportler während dem Training oder Menschen mit Sodbrennen sind mit stillem Wasser daher oft besser bedient. Auch kleine Kinder mögen lieber stilles Wasser. Hier muss jeder für sich ausprobieren, welche Mengen er am besten verträgt.

Die Seele des Wassers

Vor vielen Jahren bin ich auf Masaru Emoto gestoßen, einen japanischen Wissenschaftler und Alternativmedizier. Er beschäftigt sich seit den frühen 90er Jahren mit Wasser und damit, ob Wasser die Einflüsse von Gedanken und Gefühlen aufnehmen und speichern könne. Dazu füllte er Wasser in Flaschen, die er entweder mit positiven Botschaften wie “Freude” oder negativen Botschaften wie “Krieg” beschriftete und anschließend einfror. Das Eis fotografierte er dann und anhand von ästhetisch-morphologischen Kriterien beurteilte er den entstandenen Eiskristall. Seiner Theorie zufolge formt mit positiven Botschaften beschriftetes Wasser stets vollkommene Eiskristalle, während Wasser mit negativen Botschaften unvollkommene Kristallformen annimmt. (Die Grundlagen der Kristallbildung von Schneeflocken, bei der die Form abhängig von der Temperatur ist, wurden hierbei allerdings außer Acht gelassen.) Die eindrucksvollen Bilder wurden auch schon in Buchform veröffentlicht und sind auf der Homepage von Masaru Emoto zu sehen. 

Emoto ist nicht der Einzige, der behauptet, man könne Wasser beleben und die Qualität verbessern. Schon der österreichische Förster Viktor Schauberger war im frühen 20. Jahrhundert der Überzeugung, die Natur stelle große Antriebskräfte zur Verfügung, von dessen Existenz wir (noch) nichts wüssten. Er führte viele Experimente durch, welche viele nach ihm noch verfeinerten. Heutzutage wirklich bekannt ist zum Beispiel Johann Grander, dessen “belebtes Wasser” teuer gehandelt wird. Laut Grander besitzt Wasser ein Immunsystem. Der Grundgedanke seines Verfahrens besteht nun darin, durch die Verbesserung der Wasserstruktur die Selbstreinigungs- und Widerstandskraft des Wassers zu stärken und dadurch ein stabiles Immunsystem im Wasser zu schaffen. Wie genau das funktioniert, darüber wird der Konsument im Dunkeln gelassen. Angeblich ganz einfach, und ohne das Wasser zu berühren. (Dafür sind dann die käuflich erwerbbaren Wasseraufbereitungsgeräte unverschämt teuer.)

Es gibt auch die Methode Wasser durch die Zugabe von bestimmten Edelsteinen zu verbessern. Diese Methode ist einfach und kostengünstig, werden doch einfach die (unbehandelten und ungeschliffenen) Edelsteine in einen Glaskrug mit Wasser eingelegt. Das Schwingungsmuster des betreffenden Steins wird hierbei auf das Wasser übertragen und soll das körperliche und seelische Wohlbefinden fördern.

Ob man nun daran glaubt oder nicht, fest steht: Wasser ist unser kostbarstes Gut! (Und ein paar positive Worte auf das Glas zu schreiben, in das man dann ein paar Edelsteine zum Wasser gibt, kann ja zumindestens mal nicht schaden, oder?!)

Quellen:
http://www.masaru-emoto.net/english/water-crystal.html
https://www.raum-und-zeit.com/naturwissenschaft/wasseraufbereitung/
https://www.natuerlich-heilen.at/Wasseraufbereitung-mit-Edelsteinen/
https://www.focus.de/gesundheit/videos/was-ist-gesuender-leitungswasser-oder-mineralwasser-eine-expertin-erklaert-den-unterschied_id_5898827.html
https://kurier.at/genuss/stilles-mineralwasser-ist-nicht-besser-als-leitungswasser/272.409.800

Bilder/Fotograf: 
Pixabay
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Ulrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform und hat 2015 auch ein Kochbuch  zum Thema „Clean Eating“ geschrieben.

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