Der Schweizer Handelsriese Migros verkauft Kinderkleidung mit gesundheitsgefährdenten Stoffen. Die Kinderjacken der Marke Revolution sollen vom Markt genommen werden.

Schon seit einiger Zeit ist Greenpeace mit seiner Detox-Kampagne der Schreck diverse Textilriesen. Dass das Engagement erfolgreich ist zeigen viele Hersteller (darunter Puma, Zara H&M oder Adidas), die mittlerweile dem Druck nachgegeben haben und zukünftig auf besonders giftige Chemikalien verzichten werden. Schade zwar, dass die Umsetzung einige Jahre dauern wird, aber doch ein Erfolg für die Zukunft.

Migros-Kinderjacken giftig

Die neuen Testergebeniss zeigen, dass die Migros Kinderjacken (Marke Revolution) hohe Mengen an umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen enthalten. Teilweise werden Grenzwert bis zum 600-fachen überstiegen. Das ist ein Katastrophe und doch weigert sich der Schweizer Handelsriese an der Detox-Kampagne teilzunehmen.

Die in China produzierten Kinderjacken enthalten unter anderem:

  • Nonylphenolethoxylate
  • perfluorierte Chemikalien
  • Phthalate

Weichmacher sind hormonaktiv und fortpflanzungsgefährdend und finden sich häufig in menschlichem Gewebe. Abgesehen von der Gesundheitsgefährdung verschmutzen diese Giftstoffe auch die Gewässer, da sie oft ungefiltert einfach in die Flüsse geleitet werden.

Verbotenes NPE auch in unseren Gewässern

Obwohl Nonylphenolethoxylate in Europa weitgehend verboten sind, sorgen auch wir Konsumenten dafür, dass sie in unseren Gewässern feststellbar sind. Ein hoher Anteil an NPE-Rückständen wird bei den ersten Wäschen neuer Kleidungsstücke ausgewaschen und so beteiligen auch wir als Käufer solcher Kleidungsstücke uns an der Verschmutzung unserer Flüsse.

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