Wieder einmal deckt Jean Ziegler auf, wie unsere Wirtschaft dafür verantwortlich ist, dass ein großer Teil der Welt hungert. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich immer nur mit den kleinen…

Wieder einmal deckt Jean Ziegler auf, wie unsere Wirtschaft dafür verantwortlich ist, dass ein großer Teil der Welt hungert. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich immer nur mit den kleinen Teilproblemen, wie Techniken einer grünen Energieversorgung oder einer Umstellung auf eine fleischlose Ernährung zu beschäftigen. Es müssen schnellstmöglich die heiligen Kühe angegangen werden, die Strukturen unserer industriellen Wirtschaft.

 

Trotz einer Überproduktion von Nahrung stirbt alle 5 Sekunden ein Kind an Hunger

Die Lebensmittelindustrie stellt in jedem Jahr Nahrungsmittel für mehr als 12 Milliarden Menschen her und kann trotzdem die nur 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten nicht alle ernähren. Das ist also kein Problem der Nahrungsmittelproduktion, sondern der Verteilung.

Nicht nur auf dem Feld angebaute Lebensmittel werden Jahr für Jahr vernichtet – in Europa und den USA jeweils 50 Prozent – sondern auch Fleisch wird nicht wirklich vollständig verzehrt. Mindestens 30 Prozent der Fleischmengen landen ebenfalls im Müll. Es muss also global eine vollständige Reform der Nahrungsmittelproduktion und besonders der Verteilung der Lebensmittel erfolgen.

Viele Untersuchungen, die Jean Ziegler in den letzten acht Jahren für die UNO durchgeführt hat, belegen, dass eigentlich in jeder Region dieses Planeten, die dort lebenden Menschen ernährt werden können. Entscheidend dabei ist, dass die Industriestaaten ihre gigantische Überproduktion nicht mehr zu subventionierten Dumpingpreisen auf den Weltmarkt werfen. Damit zerstören sie momentan nämlich noch die lokale Landwirtschaft in den Schwellenländern. Würden global Lebensmittel nur noch nachhaltig, also ökologisch und sozial korrekt produziert, wären die Erträge zwar geringer, diese würden aber immer noch alle Menschen in einer Region ausreichend ernähren. Wenn zudem alle Früchte der Felder und das Fleisch der ökologisch gehaltenen Tiere vollständig verwertet werden würden, müsste niemand auf auch nur einen Teil des Nahrungsangebotes verzichten.

 

Die industrielle Lebensmittelproduktion verhindert den Hunger nicht, sondern ist sogar Schuld daran

Rinder müssen Gras fressen und keinen Mais oder Soja, um ausreichend Milch oder Fleisch zu geben. Massentierhaltung hilft der Fleischindustrie, aber nicht den Bauern und schon gar nicht den Konsumenten. Eine ökologische Landwirtschaft, die in einer Region wieder den gesamten Speiseplan abdeckt, trägt grundsätzlich zur Lösung vieler Probleme bei. Lebensmittel müssen nicht hunderte Kilometer transportiert werden, was auch noch dem Klima schadet. Auf den Feldern wird nur noch angebaut, was regional auch verzehrt wird, was der Bodenerhaltung, dem Grundwasserschutz und letztlich auch wieder dem Klima hilft.

Die Ernährung der Menschen kann wieder mehr auf die wirklichen Bedürfnisse abgestellt werden, die leider völlig missachtet sind. Unser Körper hat sich noch lange nicht auf unsere aktuelle Lebensweise umgestellt, befindet sich in Wahrheit noch in der Steinzeit und wird noch ein paar tausend Jahre brauchen, sich an eine Veränderung entsprechend anzupassen. Eigentlich sollten wir also eine Ernährung einhalten, die diesem Umstand Rechnung trägt. Die so genannte „Steinzeiternährung“ hat bewiesen, wie gut es Menschen geht, die sich daran halten. Obst, Gemüse, Fleisch und weitere Früchte des Waldes liefern alles, was wir wirklich brauchen. Der Rest, sämtliche Kohlenhydrate und alle „modernen Industrieprodukte“ kann unser Körper nur schwer, oder eben gar nicht verarbeiten.

Ein großer Teil unserer Lebensmittelindustrie könnte daher einfach entfallen, eine nachhaltige ökologische Landwirtschaft mit einer artgerechten, eben nachhaltigen Tierhaltung (https://www.energieleben.at/2-bruder-2-leben-2-schicksale/).

 

Der Verzicht auf importierte Rohstoffe hilft Lebensmittel gerecht zu verteilen und schafft globalen Frieden

Natürlich sind auch kriegerische Auseinandersetzungen in Afrika und Asien oder Südamerika Schuld an einer nicht funktionierenden Verteilung der Lebensmittel. Auch hier liegt aber die Ursache wieder bei den Industrienationen und nicht in den Regionen. Zuerst einmal müssen eigentlich sämtliche Staatsgrenzen in Afrika neu gezogen werden, wenn es nicht umgehend gelingt Vereinigte Staaten von Afrika mit einem föderalen System ohne die bestehenden Staatsgrenzen zu schaffen. Die einst von den Kolonialmächten vereinbarten Grenzen zur Ausbeutung der Rohstoffquellen nehmen keine Rücksicht auf ethnische Besonderheiten oder Weidegebiete der Nomaden.

Solange die Konzerne, welche die noch vorhandenen Rohstoffe ausbeuten wollen, lokale Warlords mit Reichtum und Waffen fördern, wird auch in keiner Region Frieden oder ein demokratisches System herrschen können. Der Verzicht auf diese Rohstoffe – oder halt eine Enteignung dieser Konzerne – würde sofort den Boden für mafiöse Strukturen entziehen. Das kann einfach erfolgen, indem die Industrieländer anfangen, ihre Produkte nachhaltig herzustellen, in einem geschlossenen Rohstoffkreislauf.

 

Es lässt sich nicht ändern, die heilige Kuh ist fällig

Das westliche Wirtschaftssystem, genannt Kapitalismus, ist die Ursache der Weltkrankheit, das Krebsgeschwür, das sofort entfernt werden muss, wenn die Menschheit überleben will. Alle Versuche, an vielen Stellen halbherzige Reparaturen vorzunehmen, führen nicht zu einer Verbesserung sondern helfen nur dem kranken System weiter zu überleben. Der Schaden wird immer größer.

Weder die „Energiewende“, noch die immerhin langsam wachsende ökologische Landwirtschaft oder winzige Reformen an den Finanzmärkten können auch nur ein Kind in Afrika länger am Leben erhalten. Auch nach nun fast 20 Jahren steigenden Umwelt- und Klimabewusstseins ist der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen nicht zurückgegangen. Diese Kultur ist längst gegen die Wand gefahren, wir erleben gerade den Kollaps, wie ihn Rebecca Costa und natürlich der unermüdliche Jean Ziegler beschrieben.

Alle Menschen spüren täglich und in jeder Lebenssituation, dass irgendetwas nicht stimmt, dass sie – ihr Körper – nicht mit diesem Lebensstil zurechtkommen. Auch unser Gehirn ist nicht in der Lage, das Chaos der Eindrücke und Anforderungen adäquat zu verarbeiten. Wir sind noch komplett auf einem Niveau der Steinzeit und sollten nicht weiter versuchen, das zu leugnen. Stattdessen müssen wir unvoreingenommen und gelassen die Situation betrachten und wieder hinnehmen, dass wir nur in Gemeinschaft, wie in den letzten Millionen Jahren, nachhaltig leben können.

Auch der Irrtum, dass die stärkeren, aggressiven und oft egoistischen Schimpansen unsere direkten Vorfahren sind, hat uns falsch handeln lassen, unseren Raubbau an der Mitwelt und den Menschen verursacht. Es sind die Bonobos, in friedlicher Gemeinschaft lebende Primaten, die mit uns die meisten Gene und Wurzeln gemeinsam haben. Evolutionsbiologie, Evolutionspsychologie sowie natürlich die Anthropologen schreiben die Geschichte gerade um, beseitigen all die Lügen, die uns in eine falsche Richtung geführt haben.

1 Kommentar

  1. Folkekirken fik for e5r tilbage lavet en undresf8gelse, der skulle finde ud af, hvad folk egentlig forstod af pre6dikenen. Resultatet var rystende i hvert fald hvis man mener, at det er af det gode, at folk forste5r, hvad der bliver sagt i kirken. Pe5 den anden side, se5 kan slf8ret tale me5ske ve6re med til at holde ting i live. Jeg er ikke sikker pe5, at kristendommen havde overlevet mange generationen uden en vis mumlen fra forkynderens side. Det samme kan me5ske ge6lde for DR.Min gamle ven i Halk, Holger, der talte et svingende synnejysk fortalte mig efter et sygehusbesf8g i Odense, at de ung‘ sychplejsker ku ek forste5e, hvad jeg sier . Det kan man ikke bete6nke de fynske piger i. Holgers tale kunne selv for et tre6net f8re ve6re vanskeligt at forste5. Men som Holger sagde: Nu forste5r jeg bedre, hvo’for se5 mang fynsk‘ picher er gift med me6nd fra Halk. De forste5e jo ik, hva vi siger .

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