Autos sind Gift fürs Klima. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, für den bietet Car-Sharing die ideale Lösung. Denn das spart neben Schadstoffen auch noch Geld. Angesichts der umweltschädlichen Auswirkungen…

Autos sind Gift fürs Klima. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, für den bietet Car-Sharing die ideale Lösung. Denn das spart neben Schadstoffen auch noch Geld.

Angesichts der umweltschädlichen Auswirkungen des Verkehrs und dem voranschreitenden Klimawandel ist es eine sinnvolle Überlegung, auf den Pkw zu verzichten. Was in der Theorie vernünftig klingt, ist in der Praxis aber oft nicht ohne Probleme umsetzbar. Für Großeinkäufe, einen Umzug oder längere Reisen ist das Auto fast unumgänglich. Was allerdings, wenn der Wagen ansonsten nicht genutzt wird?

Im Schnitt wird jedes Fahrzeug täglich nur etwa eine Stunde gefahren. Bei hohen Parkgebühren und Parkplatzmangel gerät die Kosten-Nutzen Rechnung schnell einmal in Schieflage. Ein Auto und die damit verbundenen Kosten mit anderen zu teilen, wäre hier eine nahe liegende Lösung.

Halb oder gar nicht
Beim Car-Sharing gibt es einerseits die Möglichkeit, diesen Dienst des „geteilten Autos“ bei einem professionellen Anbieter in Anspruch zu nehmen. Dabei kann man jederzeit aus einem Pool von Fahrzeugen auswählen und zahlt nur, wenn das Auto auch tatsächlich gefahren wird. Verrechnet wird nach einer Art „All-inclusive“ Tarif. Treibstoff, Versicherung, Reparaturen und Wertminderung werden dadurch abgedeckt. Wer nur ab und zu fährt, kann dadurch viel Geld sparen.

Etwas mehr Planung erfordert die private Version des Car-Sharings. Ein kleiner Kreis von Personen nutzt gemeinsam ein meist bereits vorhandenes Auto. Auch dabei werden anfallende Unkosten geteilt. Egal ob privat oder professionell, der positive Effekt für die Umwelt bleibt der gleiche. Die Versuchung, für kurze Strecken das Auto zu nehmen, fällt weg. Dadurch verringern sich Treibstoffverbrauch und der Ausstoß von Schadstoffen.

Geringer Aufwand, großer Nutzen
Wie viel Geld jeder beim Car-Sharing sparen kann, zeigt eine simple Rechnung: Die Kosten für einen VW Polo kommen bei 10.000 gefahrenen Kilometern monatlich auf 574 Euro. Im Vergleich dazu ist Car-Sharing mit 488 Euro unter den gleichen Voraussetzungen wesentlich billiger. Ein anderer und besonders angenehmer Effekt am „kommerziellen“ Car-Sharing ist, dass sich der Nutzer nicht um die Instandhaltung des Autos kümmern muss. Lästige Pflichten wie Reifenwechsel, Ölwechsel oder Reinigung fallen weg. Da man auch nicht an ein bestimmtes Auto gebunden ist, kann man das Fahrzeug je nach Anlass auswählen. Wenn für Einkäufe oder Möbeltransporte ein großer Wagen nötig ist, kann es für den Auswärtstermin oder den Verwandtschaftsbesuch auch ein eleganteres Model sein.

Quelle
Kirstin Dow, Thomas E. Downing, „Weltatlas des Klimawandesls“, Europäische Verlagsanstalt, 2007, Seite 87-89;
Christoph Bals, Horst Hamm, Ilona Jerger, Klaus Milke, „Die Welt am Scheideweg: Wie retten wir das Klima?“, Rowolth Verlag, 2008, Seite 284-293;
http://www.vcoe.at/start.asp?b=92&ID=4171
http://ederjohannes.viennablog.at/2007/04/05/ein-halbes-auto-bitte
Zuletzt aufgerufen am 18.01.09

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