Magdalena ist die Designerin von mamamu und theSHIRT modular system. - Photocredit: Aneta K. Pawlik
Magdalena ist die Designerin von mamamu und theSHIRT modular system. - Photocredit: Aneta K. Pawlik
Wer FairFashion oder fair produzierte Mode hört, hat oftmals Bilder von selbstgestrickten Westen im Regenbogen-Look, gebatikte Hosen, wie man sie aus dem Südostasien Urlaub kennt, oder aber Kleidung aus Hanffasern in naturnahen Farben wie schlammbraun oder moosgrün in Kopf. Dabei kann FairFashion viel mehr. Haute Couture Qualitäten beweist das Label theSHIRT modular system.

Magdalena Maria Muszynska hat Kunst, Design und Fashion studiert. 2015 führte sie die Liebe nach Wien. Hier hat die gebürtige Polin ein Atelier und gleich zwei Labels. Eine Erfolgsgeschichte, geprägt von Liebe, Fleiß und sehr viel Freundlichkeit.

FairFashion Love Story

Magdalena strahlt über das ganze Gesicht. Sie sieht anders aus, als die anderen AusstellerInnen auf der WearFair +mehr. Mit ihrer großen schwarzen Brille und ihrem schlichten, aber sehr schicken Outfit passt sie, rein optisch, besser in ein Hochglanz Fashion Magazin als auf eine Green Lifestyle Messe.

 Dabei macht Magdalena genau das, was auf der FairFashion Messe propagiert wird: extrem stylische Mode. Diese ist zudem nicht nur fair, sondern auch nachhaltig und zero waste.

 Anders als fair in Europa zu produzieren kam für Magdalena auch nicht in Frage. Ihrer Meinung nach gibt es, für ein kleines Label wie ihres, gar keine andere Möglichkeit. Ihre Kollektionen lässt sie von zwei Schneiderinnen nähen – beim vorgeschlagenen Preis wird nie verhandelt. „Die Arbeit der Näherinnen ist viel wert. Ich möchte ihnen den Preis zahlen, den sie haben wollen und von dem sie denken, dass er fair ist. Das ist meine ganz persönliche Business-Strategie“, sagt die Designerin.

Die Kunstwerke werden nur auf Nachfrage produziert. Ein zusätzlicher Gedanke der Zero Waste Idee – denn so braucht Magdalena kein Lager und wirft auch nichts weg. - Photocredit: Malwina Sulima
Die Kunstwerke werden nur auf Nachfrage produziert. Ein zusätzlicher Gedanke der Zero Waste Idee – denn so braucht Magdalena kein Lager und wirft auch nichts weg. – Photocredit: Malwina Sulima

Zero Waste Mode

2017 hat Magdalena ihr Label theSHIRT modular system gegründet. Dabei handelt es sich, im Gegensatz zu ihrem ersten Label Mamamu, nicht um eine reine One-woman-show. Bei theSHIRT modular system geht es um viel mehr: Es ist eine Kollaboration mit Künstlern aus aller Welt. Dadurch endet die Kreativität nie und jedes einzelne Teil wird zu einem Unikat.

 Dazu kommt, dass sich die Designerin mit ihrem jungen Label dem Zero Waste Lifestyle verschrieben hat. Die Philosophie dahinter ist, dass die einzelnen Teile der Kollektion verschiedenartig miteinander kombiniert werden können. Es handelt sich übrigens im wahrsten Sinne des Wortes um Teile: durch ein Druckknopfsystem werden diese miteinander verbunden. So kann die eine Seite des T-Shirts schwarz sein, die andere hat ein buntes Muster. Werden zwei weitere, längere Teile hinzugefügt, wird aus dem ganzen plötzlich ein Kleid.

the SHIRT modular system und Body Positivity

 Magdalena produziert ausschließlich zwei verschiedene Größen die, anders kombiniert, auch mal eine dritte ergeben können. „Wenn du verschiedene Größen von XS bis hin zu XL hast, bedeutet das im Umkehrschluss, dass du ein Lager dafür brauchst. Du musst ständig jede Größe lagernd haben, wenn du sie aber nicht verkaufst, sind sie Abfall. Sie werden weggeschmissen“, erklärt die Designerin im Interview.

 „Außerdem möchte ich Mode für alle. Und jeder Mensch hat eine andere Körperform, wir sind alle verschieden. Und dennoch kann jeder bei mir einkaufen. Das finde ich schön“, so Magdalena weiter.

Deswegen sucht sie ständig nach neuen Materialien, die sie für ihre Kollektionen verwenden kann. Gerade arbeitet sie viel mit Falten, denn diese schauen an allen Körperformen gleich aus, so ihre Aussage.

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