Kohleatlas
Kohleatlas
Umfassende Informationen über Kohleabbau, Verbrennung und Folgen weltweit.

Der neu erschienene Kohleatlas, herausgebracht vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Heinrich-Böll-Stiftung, stellt auf anschauliche Weise die Situation rund um die Kohlenutzung mit all ihren Auswirkungen auf Mensch und Natur dar. Denn trotz Klimawandel und Ressourcenverknappung ist der weltweite Kohlehunger nicht gestillt.

Kohle verursacht ein Drittel der globalen CO2-Emission

In Deutschland beispielsweise sind die 30 größten Kohlekraftwerke für ein Viertel der gesamten CO2-Emission verantwortlich. Die 20 größten Industrienationen subventionieren immer noch die Erschließung fossiler Rohstoffe. Der Kohleatlas zeigt, dass Alternativen bereits technisch möglich und vor allem notwendig sind. Denn keine andere Energiequelle trägt so stark zum Klimawandel bei.

Von den bekannten Braun- und Steinkohlereserven weiß man, dass sie rund 1.000 Milliarden Tonnen bergen. Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, erklärt, dass davon gut 90 Prozent in der Erde bleiben müssten, wenn das globale Klimaziel erreicht werden solle. Die 35 größten Kohleproduzenten seien für ein Drittel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen seit Ende der 80er verantwortlich. Statt staatliche Zuschüsse bräuchten diese klare Regelungen für die Senkung des CO2-Ausstoßes.

Interessante Fakten aus dem Kohleatlas

Weltweit fördert Deutschland am meisten Braunkohle. Die Landfläche, die hier für den Tagebau beansprucht wurde, ist etwa so groß wie 246.000 Fußballfelder. Fast 110.000 Menschen mussten dafür in 90 Jahren umgesiedelt werden. Doch die größte Mine liegt mit 260 Quadratkilometer in den USA. Um die Klimaziele einhalten zu können, müsste der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Kohle von derzeit 1,07 Tonnen auf 80 Kilogramm bis zum Jahr 2050 sinken.

Kostenloser Download des Kohleatlas unter:

https://www.boell.de/de/2015/06/02/kohleatlas

Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem BUND (Hg.): Kohleatlas – Daten und Fakten über einen globalen Brennstoff. Berlin, 02. Jun. 2015. 50 Seiten, Lizenz: CC-BY-SA.

Quellen:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: Brennstoff mit Nebenwirkungen. Erster internationaler „Kohleatlas“ erschienen. Gemeinsame Pressemitteilung der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), 2. Juni 2015. http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/brennstoff-mit-nebenwirkungen-erster-internationaler-kohleatlas-erschienen/ (zuletzt aufgerufen: 28. Juni 2015).

Heinrich Böll Stiftung, BUND: Faktenblatt Brennstoff mit Nebenwirkungen, 2015: https://www.boell.de/sites/default/files/2015-6-2_factsheet_kohleatlas.pdf (zuletzt aufgerufen: 28. Juni 2015).

Bildquelle: www.bund.net

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