Foodwatch stellt jedes Jahr im Rahmen der Wahl zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“ Produkte zur Abstimmung, die besonders irreführend beworben werden. Die Wahl läuft noch. Einen Baby-„Durstlöscher“ mit Zuckerzusatz hat sie schon aus dem Markt gedrängt.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch wurde im Oktober 2002 in Berlin gegründet. Der ehemalige Greenpeace-Geschäftsführer Thilo Bode fungiert als Vorstand und Geschäftsführer. Zweck des Vereins ist die Beratung und Information von Verbrauchern auf dem Gebiet der Agrar- und Lebensmittelproduktion.

Der „Goldene Windbeutel“

Die Online-Abstimmung läuft auf die Verleihung eines Anti-Preises hinaus, auf den „Goldenen Windbeutel“ für irreführende und falsche Aussagen in der Werbung. Sie bezieht sich auf Werbeaussagen auf dem deutschen Markt.

In diesem Jahr ist auch Babynahrung mit auf der Liste. Es handelt sich um Zuckergranulat-Tees von Hipp, die laut ursprünglicher Werbung als „Durstlöscher“ für Kleinkinder ab 12 Monaten geeignet sein sollten. Allerdings lautet die übliche Empfehlung, Kindern ungesüßte und kalorienfreie Getränke anzubieten. Das schlägt sich mit den kritisierten Tees. In den beworbenen Sorten finden sich nämlich je 200 Milliliter Äquivalente von zweieinhalb Stücken Würfelzucker.

Foodwatch hatte deshalb zu einer E-Mail-Aktion aufgerufen, mit dem Erfolg, dass Hipp die Werbelinie bereits eingestellt und das Produkt vorerst vom Markt genommen hat – es wird überarbeitet und kommt später mit neuer Rezeptur wieder in die Regale. Zur Wahl für den „Goldenen Windbeutel“ steht es trotzdem noch.

Inhaltsstoffe prüfen

Die Lehre, die man auch in Österreich aus diesem und vielen anderen Fällen ziehen kann: Sorgfältig auf die Inhaltsangaben der gekauften Produkte achten.

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