Der Clean Air Act soll für die Reduktion der Schadstoffe von Industrie sowie Mobilität sorgen und damit die Luftqualität in den USA verbessern. Fotocredit: © Pixabay
Der Clean Air Act soll für die Reduktion der Schadstoffe von Industrie sowie Mobilität sorgen und damit die Luftqualität in den USA verbessern. Fotocredit: © Pixabay
Mit dem Clean Air Act gibt es in den USA seit über 50 Jahren eine gesetzliche Regelung, um die Luft rein und damit die Bevölkerung gesund zu halten. Die gute Nachricht ist: Derartige Bemühungen lohnen sich – die Luftqualität hat sich deutlich verbessert.

Vor rund 52 Jahren wurde in den USA die Environmental Protection Agency (EPA) neu gegründet. Mit dieser Erneuerung im Jahr 1970 wurde auch der Clean Air Act aus den frühen 1960er-Jahren um einige Punkte erweitert. Unter anderem betraf das die Standards für Autoemissionen. Die EPA schätzte Anfang der 1970er-Jahre, dass die Luftverschmutzung für etwa 5.000 Todesfälle der Amerikanerinnen und Amerikaner verantwortlich war. Grundlegende Verschärfungen wurden auch noch einmal 20 Jahre später im Jahr 1990 vorgenommen. Das Gesetz gilt als bahnbrechend in den USA und als wesentlicher Bestandteil des Umweltschutzes und der Gesundheitspolitik. Mit dem Gesetz soll sichergestellt werden, dass dem Problem der Luftverschmutzung auf Basis neuester wissenschaftlicher und technologischer Daten entgegengetreten wird. 

Clean Air Act soll Gesundheitsrisiken minimieren

Auf dieser Basis kommen auch die gesundheitsbezogenen Luftqualitätsstandard zustande, die der Clean Air Act vorgibt. Die EPA meint dazu, dass gesunde, saubere Luft und eine funktionierende Wirtschaft Hand in Hand gehen können. Deswegen lässt das Gesetz der Industrie einerseits flexible Möglichkeiten zur Eindämmung ihrer Emissionen. Gleichzeitig wird die Industrie allerdings für das Erreichen der Emissionsreduktion zur Rechenschaft gezogen. Zusammengefasst kann man also sagen: Der Clean Air Act hat das Ziel, die durch Luftverschmutzung verursachten Gesundheitsrisiken zu minimieren. Er setzt daher Luftqualitäts- sowie Emissionsstandards hinsichtlich stationärer Verursacher, wie beispielsweise Erdölraffinerien, und mobiler Quellen, wie Autos oder Flugzeuge. 

Deutliche Verbesserung der Luftqualität seit Clean Air Act

Aber was bringt das ganze? So einiges, wenn man sich die Veränderung der Luftqualität in den USA ansieht. Diese hat sich seit der Unterzeichnung des Clean Air Acts deutlich verbessert. Seit der Verabschiedung im Jahr 1970 konnten wesentliche Luftschadstoffe um 74 Prozent gesenkt werden. Alleine in den 20 Jahren zwischen 1970 und der Verschärfung des Gesetzes 1990 wurden dank des Gesetzes über 200.000 vorzeitige Todesfälle und nahezu 700.000 Fälle von chronischer Bronchitis verhindert. Neben der Verbesserung der Luftqualität behandelt der Clean Air Act allerdings auch Themen wie Sauren Regen, den Schutz der Ozonschicht und die Begrenzung des Klimawandels. 

Quellen: epa.gov, treehugger.com / Fotocredit: © Pixabay


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