Bio und erneuerbare Energien im Aufwind.

Die Vereinten Nationen haben vor einiger Zeit 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung festgelegt, welche von den Mitgliedsstaaten bis 2030 erreicht werden sollen. Wir haben schon mehrfach über diese Ziele und die jeweiligen Unterpunkte berichtet, hier etwa findet ihr eine kurze Zusammenfassung. Nun gibt es erstmals einen Bericht dazu, wie es in Österreich um die Erreichung dieser Ziele gestellt ist. Die Daten wurden von der Statistik Austria in der Publikation „Wie geht’s Österreich?“ veröffentlicht.

Für beinahe die Hälfte der Indikatoren gibt es Daten von der Statistik Austria selbst oder von externen Lieferanten. Zu den bereits weitgehend erreichten Zielen gehört zum Beispiel der Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser, verlässliche Versorgung mit Energie, grundlegende Gesundheitsversorgung und die Sammlung von Siedlungsabfällen. Als „nicht relevant“ für Österreich wurden 19 Prozent eingestuft, „keine statistischen Daten im engeren Sinne“ gibt es für 15 Prozent, für 19 Prozent der Indikatoren sind keine Daten verfügbar.

Positive bis sehr positive Entwicklung war zwischen 2010 und 2018 bei folgende Indikatoren zu sehen: Die Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung konnte von 18,9 auf 17,5 Prozent gesenkt werden. Einkommensunterschiede, welche zum Indikator „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ gehören, konnten ebenfalls verringert werden. Beim Indikator „Gesundheit und Wohlergehen“ wurden vor allem die alkohol- und tabakassoziierten Todesfälle reduziert. Ebenfalls positiv hat sich die Akademikerquote entwickelt und auch die Gender Pay Gap (Indikator Geschlechtergleichheit) wurde verringert, liegt mit 19,6 Prozent aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau gemessen am EU-Durchschnitt von 15,7 Prozent. Ein Aufwärtstrend ist auch beim Anteil an biologischer Landwirtschaft (Indikator Kein Hunger) und bei der Nutzung erneuerbarer Energien (Indikator Saubere und bezahlbare Energie) zu verzeichnen.

Der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen (Industrie, Innovation und Infrastruktur) nahmen im Beobachtungszeitraum aber zu und gehören damit zu den Bereichen, die sich negativ oder sehr negativ entwickelt haben. Eine ebenfalls negative Entwicklung wurde beim Indikator Nachhaltige Städte und Gemeinden verzeichnet, da sich der Anteil der Wohnkostenüberbelastung von 6,5 auf 6,8 Prozent gesteigert hat. Außerdem stieg die Flächeninanspruchnahme und die Menge an Siedlungsabfällen.

Im internationalen Ranking landet Österreich dank dieser Entwicklungen auf einem guten siebten Platz. Gut, aber kein Grund sich zurückzulehnen, denn das  Ziel sollte natürlich der erste Platz sein.


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