Erneuerbare Energien erfordern eine neue Technik, um überschüssigen Strom zu speichern. Anstelle von zentralen Großspeichern soll künftig auch dezentral gespeichert werden. Lithium-Batterien oder intelligente Stromerzeuger- und verbraucher bieten sich für…

Erneuerbare Energien erfordern eine neue Technik, um überschüssigen Strom zu speichern. Anstelle von zentralen Großspeichern soll künftig auch dezentral gespeichert werden. Lithium-Batterien oder intelligente Stromerzeuger- und verbraucher bieten sich für private Verbraucher an.

Forscher der Fraunhofer-Institute arbeiten derzeit am Projekt „Hybride Stadtspeicher“.

Heizkraftwerke, Lithium, Paraffin

Dezentrale Energieerzeuger sind an sich nichts Neues. Blockheizkraftwerke im Keller erzeugen Wärme, wenn es im Haus kalt wird. Der als Nebenprodukt entstehende Strom wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Künftig könnten die Heizkraftwerke aber auch anspringen, wenn Strom gebraucht wird. Ein Softwaresystem soll Heizung, Boiler und andere Speicher je nach Bedarf mit Energie laden oder Strom produzieren lassen. Überschüssiger Strom soll beim Privatanwender gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden.

Eine weitere Möglichkeit, um das zu erreichen, könnten laut dem Forschungsprojekt Lithium-Batterien bieten. Eine sichere Variante dieser Batterien könnte im Haus erzeugte Energie speichern, bis sie gebraucht wird. Zusätzlich soll diese Batterie auch allgemeine Energie aus dem allgemeinen Stromnetz speichern.

Der dritte Forschungsschwerpunkt liegt auf kompakten Wärmespeichern. Als Speichermedium dient dabei eine Emulsion von Paraffintröpfchen in Wasser. Wird die Emulsion erwärmt, ändern die wächsernen Kügelchen ihren Aggregatzustand, das Wasser dagegen bleibt flüssig. Die Tröpfchen nehmen beim Übergang von fest zu flüssig große Mengen Energie auf. Kühlt man die Emulsion wieder ab, wird die Energie wieder abgegeben.

Resultate in drei Jahren

Der Entwicklungsstand bei den drei Teilthemen des Projekts ist unterschiedlich: Während die Forscher an den thermischen Speichern bereits seit einiger Zeit arbeiten, starten sie beim FlexController mit etwas ganz Neuem. Alle Entwicklungen sollen jedoch in etwa drei Jahren weitestgehend abgeschlossen sein, planen die Wissenschaftler.

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