Fotocredit: Pixabay
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Hast du dir schon mal gewünscht, dass dein ganzes Leben Spaß macht?

Vor ein paar Wochen habe ich bereits darüber geschrieben, dass beim Lernen mit Begeisterung viel mehr hängen bleibt und es daher nachhaltiger ist, als Dinge die wir uns zwingen zu lernen. Ich habe mir nun auch schon einige Zeit lang Gedanken darüber gemacht, wie man diese Idee nun auf das restliche Leben ausweiten kann. Ist es möglich, dass auch Arbeit keine Last ist, sondern Freude und Begeisterung auslöst? Und wenn ja, wie?

Eine Sache der Einstellung

Ob man sein Leben oder seine Arbeit so gestalten möchte, dass man zufrieden, vielleicht sogar begeistert ist davon, ist zu einem großen Teil eine Sache der persönlichen Einstellung, bzw. wie man die Welt sieht.

Bei vielen Menschen – so auch bei mir – gibt es einen oder mehrere Glaubenssätze, eine Überzeugung, dass Arbeit keinen Spaß machen darf. Da schwirrt zum Beispiel aus meiner Kindheit der Satz: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ durch meinen Kopf. Arbeit wird auch oft als eine Leistung für andere gesehen, bei der wir uns selbst dafür aufgeben und zurückstellen müssen. Ähnliche Glaubenssätze gibt es für alle Aspekte des Lebens: „Das Leben ist hart (und ungerecht).“ „Nur wenn es schwer ist, ist das Erreichte etwas wert.“ „Wenn wir uns kasteien und selbst für andere aufopfern sind wir besonders gute Menschen.“

Kommt dir der eine oder andere Glaubenssatz bekannt vor? Hast du dir vielleicht sogar schon mal vorgestellt, wie deine Welt aussehen könnte, wenn du diese Glaubenssätze nicht hast? Wenn du stattdessen zum Beispiel Ideen hast wie: „Arbeit darf begeistern.“ „Das Leben ist zum spielen, erforschen und ausprobieren da.“ „Ich bin wertvoll, egal was ich mache oder nicht mache.“

Diese möglichen anderen Glaubenssätze sind teilweise natürlich plakativ, und werden oft mit diversen „ja, aber“ überschattet. Ich möchte hier auch nicht sagen, dass es in jeder Situation zu jedem Zeitpunkt immer möglich oder sinnvoll ist, sich zwanghaft an diese anderen Glaubenssätze zu klammern. Ich möchte hiermit viel eher die Frage stellen: Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich diese offenen Glaubenssätze tief in mir verankert hätte, und mich einen Großteil meines Lebens darauf verlassen kann, dass sie wahr sind?

Umfeld ändern

Einen sehr wesentlichen Einfluss darauf, wie wir unser Leben wahrnehmen, hat auch das Umfeld. Die Menschen, mit denen wir uns umgeben spielen dabei eine wichtige Rolle. Wie auch schon in Miteinander statt Konkurrenz beschrieben, kann das gemeinsame Umsetzen von Aufgaben eine große Bereicherung sein. Nicht nur, dass die Arbeit des einzelnen oft weniger wird, wenn man sich mit Menschen umgibt, die die Welt ebenfalls als Ort sehen, der voll ist von Möglichkeiten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden, kann das sehr ansteckend sein, und jede oder jeden auf ihrem oder seinem Weg zu mehr Begeisterung im Leben und in der Arbeit positiv unterstützen.

Umsetzung: gerne, aber wie?

Ich habe mich über die Jahre sehr viel damit auseinander gesetzt, wie ich mein gesamtes Leben so gestalten kann, damit ich es zu jedem Zeitpunkt genießen kann. Teilweise ist es möglich, nur an der eigenen Einstellung etwas zu ändern, damit die Situation besser wird. Manchmal ist es aber sehr wohl auch notwendig, an der Situation oder am Umfeld etwas zu ändern.

Betrachtet man z.B. seine Arbeit, die keine Begeisterung auslöst, kann es helfen, sich neue kleine und größere Herausforderungen zu suchen, oder sich sein direktes Umfeld freundlicher zu gestalten. Man kann versuchen, mehr in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu kommen, gemeinsam auch in Pausen oder nach der Arbeit mehr unternehmen, wodurch sich die Zusammenarbeit verbessert. Oder man macht sich bewusst, wofür man diese Arbeit macht. Hat sie ein höheres Ziel, kann die stupideste Arbeit dennoch Begeisterung auslösen.

Bringt all das jedoch keine Veränderung in der Freude an der Arbeit, kann es auch notwendig sein eine neue Aufgabe oder ein neues Umfeld zu suchen.

Fazit

Auf meinem Weg zu mehr Begeisterung in meinem Leben habe ich gelernt, dass es ein wahrscheinlich lebenslanger Prozess ist, sich immer wieder aufs Neue zu fragen, und bewusst zu machen, wie man sich gerade fühlt, und ob man so weitermachen möchte oder nicht. Es benötigt hier zwar teilweise etwas Disziplin, die Verbesserung jedoch, die es in meinem Leben bewirkt hat war es bisher noch jedes Mal wert.

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Bildquelle

pixabay.com / jill111

 

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