Fotocredit: flickr.com/ Lisa Risager (CC BY-SA 2.0)
Fotocredit: flickr.com/ Lisa Risager (CC BY-SA 2.0)
Einzigartiger Wärmeschutz für Becher, Tassen und mehr.

Jetzt kommt langsam die kalte Jahreszeit und mit ihr auch wieder verstärkt heiße Getränke. Viele Trinkgefäße für Heißgetränke haben bereits Vorkehrungen, damit man sich die Finger beim Angreifen nicht verbrennt. Aber oft ist das nicht genug. Eine kreative Lösung die dabei hilft sind alternative, selbstgemachte Tassenwärmer. Aber wie können wir diese Bänder machen, und was müssen wir dabei beachten?

Was braucht Wärmeschutz?

Je nachdem aus welchem Material eine Tasse ist, benötigen wir mehr oder weniger Schutz vor der Wärme, wenn sie heißen Tee, Kaffee oder auch Glühwein oder Punsch enthalten. Für viele Menschen reicht es aus, den Henkel zu nutzen, aber nicht jede Tasse hat einen. Und manchmal ist es einfach viel netter, die Tasse mit beiden Händen zu umschlingen beim Trinken.

Auch Wegwerfbecher oder wiederverwendbare Thermosbecher halten selbst mit der zusätzlichen Schutzlasche oft nicht die ganze Hitze ab. Und hier kommt der selbstgemachte Wärmeschutz ins Spiel.

Besondere Strickmuster machen die Manschette nicht nur dekorativer, sondern können aufgrund der Dicke auch noch mehr Wärmeschutz liefern. - Fotocredit: flickr.com/Fiona Henderson
Besondere Strickmuster machen die Manschette nicht nur dekorativer, sondern können aufgrund der Dicke auch noch mehr Wärmeschutz liefern. – Fotocredit: flickr.com/Fiona Henderson

Selbermachen

Wenn wir also einen ganz individuellen und besonderen Wärmeschutz für Tassen selbermachen wollen, haben wir mehrere Möglichkeiten. Die häufigsten Beispiele, die im Internet zu finden sind, sind gestrickte und teilweise auch gehäkelte Tassenwärmer, manchmal auch Tassenmanschetten genannt. Das liegt vor allem daran, dass es die einfachste und schnellste Variante ist. Wir können aber genauso gut filzen oder sogar knüpfen oder weben. Dementsprechend braucht es natürlich andere Anleitungen bzw. andere Dinge, die berücksichtigt werden sollten.

Größe und Form berechnen

Je nachdem wie der Becher oder die Tasse geformt ist, muss der Tassenwärmer sehr unterschiedlich groß sein. Es gibt zwar grundsätzlich Anleitungen, aber da jede Tasse und jeder Becher anders ist, ist etwas Improvisation bzw. ausprobieren notwendig. Vor allem wenn wir nicht quer um den Becher stricken, sondern von unten nach oben. Dann braucht es ein sehr genaues Abmessen während dem Arbeiten, um die Manschette genau auf den Becher anzupassen. Ein tatsächliches „Berechnen“ ist also nicht wirklich möglich.

Becherwärmer umfilzen funktioniert auch, aber ist etwas riskanter, weil wir die Größe nicht so genau einschätzen können. - Fotocredit: flickr.com/janamunky
Becherwärmer umfilzen funktioniert auch, aber ist etwas riskanter, weil wir die Größe nicht so genau einschätzen können. – Fotocredit: flickr.com/janamunky

Spezielle Elemente

Zusätzlich zum Muster und der Farbe haben wir auch die Möglichkeit, besondere Elemente in den Tassenwärmer einzubauen. Wir können ihn beispielsweise mit einem Knopf leicht abnehmbar machen, eine Verzierung darauf nähen, oder dekorative Elemente daran hängen. Bei der Dekoration ist es aber auch wichtig, dass es nicht nur schön aussieht, sondern dann beim Halten und Verwenden nicht stört.

Sonst zu beachten

Im Idealfall sind die Tassenwärmer immer abnehmbar. Entweder mit einem Knopf zum Öffnen, oder einfach nur indem wir sie abstreifen. Dadurch können wir die Tassen weiterhin leicht im Geschirrspüler reinigen, ohne unser Kunstwerk potentiell zu beschädigen.

Je nach Becherform kann es leicht passieren, dass die Manschette schnell zum rutschen beginnt. Es ist daher wichtig, die Größe wirklich sehr genau zu prüfen, und gegebenenfalls auch eine „Sicherung“ einzubauen, damit sie nicht abrutscht. Dies ist bei Tassen mit Henkel leichter möglich, da wir mehr Möglichkeiten zur Fixierung haben. Oder wir behelfen uns mit innen angebrachtem leicht klebenden Material.

Auch Teekannen können umhäkelt oder umstrickt werden. - Fotocredit: flickr.com/Nancy Williams
Auch Teekannen können umhäkelt oder umstrickt werden. – Fotocredit: flickr.com/Nancy Williams

Auch die Dicke der Wolle und das gewählte Muster haben nicht nur einen dekorativen Aspekt. Je dicker, desto mehr wird die Wärme der Tasse abgeschirmt, und je lockerer und löchriger das Muster, umso eher kommt die Hitze wieder durch.

Weitere Ideen

Wir können nicht nur Tassen umhäkeln oder umstricken. Auch die Kannen können heiß werden, oder wollen einfach auch individuell verschönert werden. Und auch Wärmflaschen oder andere Dinge, die mit heißen Flüssigkeiten gefüllt werden, können mit einer selbstgemachten Wollkreation umhüllt werden.

Fazit

Tassenwärmer sind eine tolle, sehr individuelle Möglichkeit, wie wir das Erlebnis des Tee- und Kaffeetrinkens uns noch mehr verschönern können. Zusätzlich schützen sie nicht nur unsere Hände vor Verbrennungen. Auch unsere Heißgetränke bleiben länger warm. Sie sind leicht selbst zu machen, aber es gibt inzwischen auch diverse Angebote im Internet, wo wir sie kaufen können.

Und gerade passend für die kalte Jahreszeit kann so ein Tassenwärmer auch ein tolles Weihnachtsgeschenk sein.

Weiterführende Quellen

gemachtmitliebe.de: Tassenmanschette häkeln
canadianliving.com: Knit a coffee cup sleeve
kasuwa.de: Tassenmanschette mit Rollrand