Der Giftstoff im Getreide übersteht den Backprozess! Egal ob Semmel, Brot oder Kornspitz – in zahlreichen Getreideerzeugnissen wurden Rückstände des giftigen Pflanzenschutzmittels Glyphosat gefunden.

Wie immer warnen Wissenschaftler, wohingegen die Behörden abwinken und kein Problem sehen (wollen). In zahlreichen Untersuchungen von diversen Getreideprodukten wie Weizen, Roggen, Hafer oder Gerste, wurden verschieden hohe Werte gemessen, keiner jedoch stellte eine Grenzwertüberschreitung dar. Zu bedenken ist allerdings, dass die Grenzwerte erst kürzlich um das 200-Fache angehoben wurden.

Das von Monsanto hergestellte Pflanzenschutzmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat ist das weltweit im häufigsten eingesetzte Herbizid, kein Wunder, dass in fast allen Lebensmitteln Rückstände davon zu finden sind. In der Landwirtschaft wird es nicht nur zur Unkrautbekämpfung verwendet, sondern auch zur Ernteerleichterung – der sogenannten „Reifespritzung“. Da diese erst kurz vor der Ernte erfolgt, bekommt das Getreide noch eine ordentliche Ladung Gift, bevor es weiter verarbeitet wird.

Da in den Untersuchungen auch in Backwaren Glyphosat-Rückstände nachgewiesen werden konnten, steht fest, dass der Giftstoff auch den hohen Temperaturen beim Backen standhalten kann.

Die Auswirkungen sind vielseitig:

  • Störung des menschlichen Hormonsystems
  • Mutagene und genotoxische Wirkung beim Menschen
  • Beeinträchtigung der Artenvielfalt bei Tier und Pflanzen
  • Toxische Effekte auf Amphibien und deren Larven
  • Schäden an Mikroorganismen im Boden

Gobal 2000 und Greenpeace Österreich machen sich für ein Verbot des gefährlichen Spritzmittels in der Landwirtschaft stark und fordern eine Neubewertung von Glyphosat durch die EU unter Berücksichtigung aktueller Studien.

Greenpeace Faktsheet „Glyphosat und Roundup – Gefahr für Mensch und Umwelt“

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 Bildrechte © Alexander Dreher, pixelio.de

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