Mobilität  

Langsameres Radeln in der Stadt

Es gibt gute Gründe in der Stadt langsamer zu radeln, als viele es tun.

Wer regelmäßig mit dem Rad durch die Stadt fährt, hat sich vielleicht selbst schon dabei ertappt, dass man oft schneller fährt als nötig. Es gibt aber mehrere gute Gründe, um das Tempo zu drosseln. Langsameres Radeln ist sicherer, ruhiger, entspannender und außerdem kann man dabei seine Umgebung besser wahrnehmen und genießen. Gerade jetzt könnte man zum Beispiel genießen, dass in vielen Parks und Grünflächen, an denen man am Weg zur Arbeit vorbeiradelt, verschiedenste Bäume, Sträucher und Blumen blühen.

Ein Grund warum wir oft schnelle in die Pedale treten als wir sollten oder als nötig wäre, um unser Ziel rechtzeitig zu erreichen, liegt in der Konstruktion vieler Fahrräder. Viele Fahrräder sind dazu gebaut, um möglichst schnell damit fahren zu können. Nicht nur Rennräder auch Mountainbikes oder Citybikes sind so konstruiert, dass schnelles Fahren nicht nur möglich ist, sondern so dass sie richtiggehend dazu verleiten. Die meisten Fahrräder zwingen uns dazu vorgebeugt drauf zu sitzen, damit wir überhaupt den Lenker greifen können. Diese vorgebeugte Haltung führt dazu, dass wir weniger Luftwiderstand haben und schneller vorankommen. Dass die meisten modernen Räder noch dazu federleicht sind, sorgt ebenfalls für leichteres und schnelleres Vorankommen. An sich ist das ja nichts Schlechtes, aber der Stadtverkehr ist wohl nicht ganz der richtige Einsatzort.

Ein Rad, das zum Schnellfahren konstruiert ist langsam zu fahren, kann eine Herausforderung sein, doch es ist möglich und erstrebenswert. In der Stadt ist man oft gezwungen anzuhalten, zum Beispiel bei Ampeln, was einfacher und sicherer ist, wenn man von vornherein in einem langsameren Tempo unterwegs ist. Außerdem teilt man oft wenig Raum mit anderen Verkehrsteilnehmern, dazu gehören Fußgänger genauso wie Autos, Motorräder und Mopeds, Busse, Straßenbahnen, Tretroller und (in Wien) Fiaker. Ein respektvolles und umsichtiges Miteinander im Verkehr ist ebenfalls leichter zu bewerkstelligen, wenn man nicht im totalen Geschwindigkeitsrausch unterwegs ist. Wer jetzt meint, dass wenn man langsam radelt einer der größten Vorteile vom Radeln in der Stadt verloren geht, nämlich dass man schneller ans Ziel kommt als mit anderen Fortbewegungsmethoden, der irrt. Es geht nicht darum im „Schneckentempo“, aber in einem etwas gemütlicheren Tempo zu radeln und dann kommt man immer noch schneller voran als wenn man zu Fuß geht und im Stau bleibt man mit dem Rad sowieso nie stecken.

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Bild: Pexels

Energieleben Redaktion, 15.05.2018

Kommentare

stoffelix, 17.05.2018

Ein Schuss ins Knie, oder zumindest nach hinten.

Die meisten Radfahrer, die ich kenne, sind vehicular unterwegs, i.e. sie legen täglich oft die gleichen Strecken von und zur Arbeit, zurück oder ähnlich periodische Vorgänge, wie Kinder in den KIGA, Schule etc. Dazwichen, davor, oder danach, Einkäufe, Besorgungen….

Nein Wir sollen nicht langsam fahren, es gibt schon genug Schikanen wie Wohnstraßen udn FUZO wo die Radfahrer de lege ohnehin Schrittgeschwindigkeit fahren müssen (MAHÜ)

Es geht darum die uninteressant gewordenen Wege, die man täglich absolviert, zügig hinter sich gebracht werden. Will man langsam unterwegs sein, kann man ja das Auto nehmen!

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