Die Absichtserklärungen insbesondere der europäischen und amerikanischen Regierungschefs zu einem globalen Klimaschutz und dem Ziel, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen waren stets gelogen, gedacht, die Menschen – vorerst…

Die Absichtserklärungen insbesondere der europäischen und amerikanischen Regierungschefs zu einem globalen Klimaschutz und dem Ziel, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen waren stets gelogen, gedacht, die Menschen – vorerst – zu beruhigen. Es war allen beteiligten Fachleuten und insbesondere den Regierenden immer völlig klar, dass sie dieses Ziel niemals erreichen können, wenn sie nicht radikal etwas an ihrem Wirtschaftssystem ändern. Und genau das wollten sie nicht und werden sie auch nie wollen. Es kann für sie letztlich nur noch darum gehen, den globalen Schaden zu begrenzen und die bereits nach Europa drängenden Flüchtlinge abzuwehren. Die „Klimakrise“ ist bereits in vollem Gange.

Das Kohlenstoffproblem oder der „carbon bubble“

Zu der Kohlenstoffmafia, gehören alle global operierenden Konzerne, die in irgendeiner Weise mit Kohle, Gas und Öl zu tun haben, und in Besitz, Förderung, Verarbeitung, Lagerung und den Verbrauch aller bekannten Vorkommen investierten. Das Geld dazu stammt zum allergrößten Teil von Investoren, den Aktionären dieser Firmen. Das sind neben Privatanlegern hauptsächlich Großanleger, sogenannte institutionelle Investoren, also Pensionsfonds, Versicherungen, Banken, verschiedene private Fonds und natürlich Staaten. Die insgesamt hier investierte Summe soll weit über 16 Billionen Dollar betragen. Das Problem ist, das, wenn all diese Investitionen nicht verfallen, ja verbrennen sollen, bis zu 3 Billionen Tonnen CO2 emittiert werden müssen. Die gesamte, maximal zulässige Menge, die die Menschheit noch emittieren darf, um bis 2050 die 2 Grad-Grenze zu halten, beträgt jedoch nur noch 565 Milliarden Tonnen, also gerade 20% dieser Menge. Sollte das 2 Grad-Ziel gehalten werden sollen, gäbe es in Kürze einen Börsencrash, gegen den alle letzten Zusammenbrüche ein Kinderspiel waren. All die Großinvestoren würden nicht nur bald keine Renditen mehr erzielen, sondern in absehbarer Zeit ihr gesamtes Kapital verlieren. Im Wissen um dieses Problem wird kein Politiker eines kapitalistischen Landes ernsthaft daran denken, der Kohlenstoffmafia das Geschäft zu verderben. Die größte Investitionsblase aller Zeiten, die „carbon bubble“ darf nicht platzen.

Divestment – holt das Geld da raus

Seit der US-Autor Bill McKibben die Zahlen und Argumente der „Carbon Tracker Initiative“ in dem Magazin Rolling Stone im Jahr 2012 erstmals einem breiten Publikum zugänglich machte, sind bereits zahlreiche Investoren und Politiker „unruhig“ geworden. So erklärt auch der grüne Politiker Reinhard Bütikofer neuerdings Finanzfachleuten und Politikern der Regierungsparteien das Problem. Die Zahlen sind schlagend, kein Ökonom, kein Börsianer konnte diese auch nur im Ansatz widerlegen. Völlig unbeachtet von den „üblichen Medien“ sind vielmehr zahlreiche Großaktionäre klammheimlich dabei, sich von diesen „Schrottpapieren“ zu trennen, so verschwiegen wie möglich, damit der Markt nicht unruhig wird und die Blase vorzeitig platzt. Zu den vorzeitigen „Divestoren“ gehören neben einigen amerikanischen Rentenfonds aber auch schon die Familie Rockefeller (die doch einmal für dieses gesamte System, das Kohlenstoffzeitalter verantwortlich war), der Investmentfond von Bill Gates und zahlreiche Universitäten, die ebenfalls in Kohlenstoffaktien investiert haben. All diese Menschen tun dies nicht unbedingt um das Klima zu schützen, sondern um rechtzeitig ihr Geld zu retten. Spätestens dann, wenn – aus welchem Grund auch immer – tatsächlich das 2-Grad-Ziel global vertraglich festgeschrieben werden sollte oder die westlichen Staaten so große Probleme durch den Klimawandel bekommen, dass sie irgendwie handeln müssen, werden alle globalen Kohlenstoffkonzerne von Exxon, BP über RWE oder BASF bis zu Gazprom in kürzester Zeit implodieren und zahlungsunfähig Billion Dollar verbrannt haben. Dadurch wiederum werden nicht nur Milliarden amerikanische und europäische Rentner vor dem Nichts stehen, sondern zahllose Staaten – ähnlich wie gerade Griechenland ruiniert sein – abgesehen von Millionen neuen Arbeitslosen.

Der Kohlenstoffmafia das Geld entziehen kann das Klima retten

Den Kapitalismus mit den eigenen Waffen schlagen ist ein verlockender Gedanke. Die maßlose Gier der Süchtigen wird diese letztlich vernichten und leider auch diesen Planeten ziemlich unbewohnbar machen. Wenn aber ihre Finanziers, ob aus schlechtem Gewissen – eben in klimaschädigende Werte investiert zu haben – oder aus eigener Gier – um das Geld nicht zu verlieren, ihre Aktien nach und nach, ja bereits mit steigendem Tempo abstoßen, wird ihnen ihre zerstörerische Macht genommen. Ob dann noch skrupellose Staaten, wie Canada oder die USA weiter aus eigener Kraft ihre Öl- und Gasförderung (mittels Fracking oder Ausbeute von Ölsanden) weiter betreiben, bleibt abzuwarten. Die Kohlenstoffindustrie wird sich jedenfalls schleunig anders aufstellen müssen, eben ohne Kohlenstoffprodukte weiterarbeiten oder sich vom Markt tatsächlich verabschieden.
Die „Divest“-Kampagne der „Carbontracker“ jedenfalls hat längst Fahrt aufgenommen und die Parlamente und Aufsichtsratsebenen erreicht, ob mit Hilfe des NSA oder des Rolling Stone Magazins ist am Ende egal. Der Stachel sitzt im Fleisch, die Botschaft wurde verstanden.

http://www.carbontracker.org/report/carbon-bubble/
http://reinhardbuetikofer.eu/carbon-bubble/
http://taz.de/Plaedoyer-fuer-politischen-Konsum/!158735/
http://taz.de/EU-Kommissar-relativiert-Klimapolitik/!154199/
http://taz.de/Energiepolitik-gegen-Klimawandel/!159617/
http://taz.de/Kommentar-Fluechtlingsquote/!159803/
http://taz.de/Klimaziele-der-G-7-Energieminister/!159807/
http://www.natur.de/de/20/Taugt-Klima-Suenden-Kompensation-was,1,,1646.html

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