Die Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den „Fleischatlas“ herausgebracht. Fakten, Zahlen und Grafiken zeigen die Zusammenhänge und Auswirkungen des weltweiten Fleischkonsums.…

Die Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den „Fleischatlas“ herausgebracht. Fakten, Zahlen und Grafiken zeigen die Zusammenhänge und Auswirkungen des weltweiten Fleischkonsums.

1.094 Tiere verspeist

Jeder Deutsche isst im Laufe seines Lebens etwa 1.094 Tiere, darunter 945 Hühner, 46 Schweine und 4 Rinder. In einem Lebensjahr kommen da schon mal 60 Kilogramm Fleisch zusammen, doppelt so viel wie in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In deutschen Fleischfabriken wird dabei 17 Prozent mehr Fleisch produziert als konsumiert wird. Zwei Drittel der deutschen Anbauflächen werden mittlerweile für Futtermittel genutzt. Weltweit ist es ein Drittel der Landfläche, die für die Futtermittelproduktion verwendet wird.

Antibiotikaresistenz in der Massentierhaltung

Im Fleischatlas wird unter anderem auch der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung dargestellt. In Deutschland sind es etwa 170 Milligramm pro Kilo Fleisch. Damit liegt es auf den vorderen Plätzen. Dabei entwickeln zwei Drittel der Masthähnchen in der Massentierhaltung Antibiotikaresistenzen. In Europa sterben jährlich 25.000 Menschen aufgrund einer Antibiotikaresistenz. Diese und andere Fakten, unter anderem zum globalen Fleischhandel, Subventionen in der Fleischindustrie oder dem Klimawandel durch Fleischproduktion werden im Fleischatlas behandelt.

Den Fleischatlas gibt es kostenlos unter:

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/landwirtschaft/130108_bund_landwirtschaft_fleischatlas.pdf

Quellen:

BUND: „Fleischatlas“ stellt globale Auswirkungen des steigenden Fleischkonsums dar. Heinrich-Böll-Stiftung und BUND fordern Kehrtwende in der Agrarpolitik. 10.01.2013

BUND: Der „Fleischatlas 2013“ zeigt: Eine Wende in der Agrarpolitik ist überfällig!

Bildnachweis: ©  Barbara Eckhardt / Pixelio.de

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