Ich bin sicher, dass den Grundstein für die meisten Eigenschaften die Eltern legen.

Die verachtenswerten Vorfälle in Köln gingen schon alleine durch die Aussage einer deutschen Politikerin mit der Bezeichnung „eine Armlänge Abstand“ quer durch die Medien.

Mittlerweile ist auch der EU-weite Shitstorm abgeklungen und jeder hat sich seine eigene Meinung dazu gebildet. Es liegt mir auch fern hier politische Ansichten zum besten zu geben.

Ein Armlänge Abstand hat für mich aber eine ganz schöne und persönliche Bedeutung und ich denke, dass Nachhaltigkeit nicht immer nur etwas mit der Umwelt zu tun hat, sondern auch in der Kindererziehung ganz wichtig ist und zwar von Anfang an.

Eine Armlänge Abstand für mehr Geborgenheit

Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht, wieso Menschen so sind wie sie sind. Den größten Anteil an der sozialen Entwicklung haben wohl die Eltern, denn Eigenschaften wie Empathiefähigkeit, Zuverlässigkeit oder Ehrlichkeit werden doch daheim „gelernt“ und im besten Falle auch gelebt.

Mitgefühl anderen Menschen, Tieren oder auch Verantwortungsgefühl der Umwelt gegenüber sind aber offensichtlich nicht jedem gegeben. Wieso also?

Eine gewisse Fähigkeit zur Empathie gehört beim Menschen zur Grundausstattung, doch sehr frühe Bindungserfahrungen können diese immens stärken.

Ich kann mich noch gut an die Babyzeit meiner Kinder erinnern und meine natürliche Intuition sagte mir, dass ich sie auch beim Schlafen ganz nah bei mir haben möchte.

Sie die ganze Nacht im Ehebett in der Mitte liegen zu haben, ist nicht immer ganz praktisch und manche Eltern haben Angst, ihren Nachwuchs zu zerdrücken, was auch nicht gerade schlaffördernd ist.

Als mein Sohn auf der Welt war, haben wir beschlossen, beim Gitterbett einen Seitenteil abzumontieren und das Bett durch eine Stange als Verbindung zu stabilisieren. Die Matratzenhöhe passte ich meinem eigenen Bett an und mithilfe meines Vaters entstand ein sogenanntes „Armsreach-Bed“ wie ich es in Australien schon früher mal bewundert habe. Heute geht das schon wesentlich einfachen, denn solche Beistellbetten kann man mittlerweile fix und fertig kaufen 🙂 So kannst Du Dein Baby jederzeit streicheln, beruhigen oder zum Stillen zu Dir holen.

Ich bin ganz sicher, dass Babies die elterliche Nähe auch in der Nacht brauchen. Körperkontakt ist gerade in den ersten Monaten besonders wichtig, weil für Babies Fühlen hören die ersten Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit ihrer Umwelt sind.

Neugeborene können bei einer „Mahlzeit“ auch gar nicht genug Nahrung aufnehmen, um acht Stunden durchzuschlafen. So wachen sie nachts oft auf, weil sie Hunger haben und wenn sie dann erstmal lange weinen müssen, bis jemand kommt, dann fördert das nicht gerade das Vertrauen in ihr Umfeld.

Außerdem kannst Du davon ausgehen, dass sowohl Du als auch Dein Baby und vielleicht der Rest der Familie hellwach sind. So ein Beistellbett ist Gold Wert wenn man selbst nachts nur ungern aufsteht, denn Du kannst Dein Baby ganz einfach beruhigen, den Schnuller geben oder auch stillen, ohne selbst aufstehen zu müssen. Das erleichtert auch Dein eigenes wieder Einschlafen sehr. Ich kann Euch gar nicht sagen, WIE traumhaft das ist 🙂

Bei der Auswahl von Babymöbel würde ich auf jeden Fall darauf achten, dass keine chemischen Farben oder Beschichtungen verwendet werden. Grundsätzlich würde ich beim Einrichten auf Öko-Möbel setzen, denn viele Stoffe können Allergien auslösen und die Gesundheit gefährden.

Ich bin sicher, dass den Grundstein für die meisten Eigenschaften die Eltern legen, sei Dir also Deiner Verantwortung (und Deiner Leistung!) bewusst und die Menschheit kann sich auf mehr soziale, respektvolle, ethisch verantwortungsbewusste und empathiefähige Mitmenschen freuen. Das ist ganz wichtig für die Zukunft der Menschheit, denn aktuell ist man ja am Verzweifeln wenn man sich so umsieht…

Ein Hoch auf alle Mütter und Väter, die ihre Aufgabe ernst nehmen!

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Quelle: focus.de

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