Nachhaltig wohnen – wenn vier Generationen gemeinsam unter einem Dach leben wollen.

Ein Haus so renovieren, dass sich gleich vier Generationen darin wohl fühlen können? Das geht – und macht vor allem in Tokio, wo viele Menschen Platz brauchen, durchaus Sinn. 

Ein Mehrgenerationenhaushalt bietet zwar immer wieder Konfliktpotenzial, allerdings sind die Vorteile – gerade in unserer schnelllebigen Zeit – ebenso kaum von der Hand zu weisen wie das Prinzip, dass nachhaltig wohnen auch mit der Schonung von räumlichen Ressourcen zu tun hat. Doch das Zusammenleben mit Eltern oder gar Großeltern ist uns heute fremd geworden. Unser Bedürfnis von möglichst viel Platz zur freien Entfaltung, Ruhe und Zurückgezogenheit in den eigenen vier Wänden schränkt jedoch den verfügbaren Wohnraum gleichzeitig ein. 

Bedürfnisse der Bewohner und Umweltbedingungen im Blick haben

Mehrgenerationenhäuser sind demnach nicht nur eine teilweise bequeme, sondern vor allem auch nachhaltige Wohnmöglichkeit. Wie dies mit modernen Bedürfnissen in Verbindung zu bringen ist, zeigt der der 1978 geborene Tomomi Kito, der 2014 mit „tomomi kito architect & associates“ sein eigenes Unternehmen gegründet hat. Der Architekt, der sowohl in Japan als auch in den USA studiert und in Europa sowie Tokio gearbeitet hat, hat sich einer besonderen Philosophie verschrieben: Seine Designs und Pläne basieren auf einem respektvollen Ansatz, der nicht nur die Anliegen der Bewohner im Blick hat, sondern vor allem Umweltbedingungen, Standortklima und topographische Gegebenheiten mit in die Pläne einbezieht. 

Vier Generationen unter einem Dach

Ein ganz besonderes Projekt des japanischen Architekten ist dabei die komplette Innenrenovierung eines 40 Jahre alten Hauses in Tokio, in dem vier Generationen leben sollten. Anspruch des Paares, das den Auftrag an Tomomi Kito erteilte, war, dass sowohl sie beide mit ihrem Sohn als auch die Eltern und die Großmutter der Frau unter einem Dach wohnen können.

Angenehmes Raumklima

Kito ging bei seinen Plänen individuell auf das unterschiedliche Alter aller Bewohner und die damit einhergehenden Lebensrhythmen ein – für ihn galt es daher, sowohl individuellen Raum zu schaffen, als auch Kommunkikationinseln zu schaffen, in denen Begegnung zwischen den Bewohnern stattfinden kann. Gleichzeitig wurden die Räume so adaptiert, dass die Tageslicht- und auch Belüftungssituation durch die bestehenden Fenster voll ausgenutzt wurde. Kito hat damit ein Raumklima geschaffen, in dem sich nicht nur alle vier Generationen ihrer Lebenswelt gerecht wohlfühlen können, sonder das bei optimaler Ausnutzung von natürlichem Tageslicht und Belüftungsvarianten ebenso Stromkosten spart.

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Bilder: satoshi shigeta/v2com
Quelle: tomomikito.comv2com-newswire.com

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