Die e-miglia ist keine gewöhnliche Straßenrallye. Jeder darf teilnehmen, einzige Voraussetzungen sind ein gültiger Führerschein und ein zugelassenes elektrisch betriebenes Fahrzeug.

Nicht nur die Geschwindigkeit zählt bei der stillen E-Rallye, sondern ebenso Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit.

Der Startschuss zur e-miglia 2012 fiel am 12. August in München. Das Ziel lag in St. Moritz, rund 800 Kilometer entfernt. Die Route führte auf vier Etappen durch Österreich und Italien. Ladestationen & Stromversorgung wurden an offiziellen Ladepunkten vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. Getankt wurde ausschließlich der für die Rallye produzierte Solarökostrom SME SOL.

Die Platzierungen ergaben sich aus einer Kombination von Schnelligkeit und Stromverbrauch. Im Durchschnitt verbrauchten die Elektromobile für die 817 Kilometer lange Strecke, wovon 485 Kilometer bergauf führten, 100 Kilowattstunden Strom. Das entspricht Kosten von rund € 20 für eine emissionsfreie Fahrt im schönen Ambiente der Alpen.

Zwei-, Drei- und Vierradmobile nahmen an der e-miglia 2012 teil. Die Höchstgeschwindigkeiten lagen zwischen 120 und 220 km/h, die Reichweiten der Fahrzeuge zwischen 100 und 350 Kilometer. Die Rallye diente nicht nur dem Kräftemessen der Teilnehmer, sondern auch der Weiterentwicklung der E-Mobilität. Die Erkenntnisse werden künftig in Sicherheitstests und Prüfverfahren miteinbezogen.

Die Deutschen Hans Haslreiter und Wolfgang Schöner vom Team LG Solar konnten dieses Jahr mit dem Teslar Roadster den Gesamtsieg erringen. Der Effizienzpreis für den geringsten Energieverbrauch auf der Strecke ging an das TWIKE-Team. Deren dreirädriges E-Mobil ist mir Pedalen ausgestattet, der Motor wird durch menschliche Kraft unterstützt.

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