Ein Forschungsteam am MIT in Boston hat anscheindend den Akku neu erfunden. Für Elektroautos bringt die neue Batterie einen Quantensprung bei der Ladezeit.

Resultat der Arbeit des Teams ist eine Batterie, die so schnell wiederaufladbar ist, wie es dauert, einen Benzintank zu füllen. Darüber hinaus soll der neue Stromspeicher nur halb so teuer sein, wie herkömmliche Akkus.

Die Anforderungen an Akkus sind mit den Elektroautos enorm gestiegen: Klein, kostengünstig, in Serie zu fertigen, umweltfreundlich, so unempfindlich bezüglich Temperaturen wie möglich sollen sie sein. Das ist aber nicht alles. Die größte Hürde stellte bisher die Geschwindigkeit beim Wiederaufladen dar. An einer normalen Steckdose dauert der Ladevorgang bis zu acht Stunden.

Die Wissenschafter vom MIT wollen nun mit einer Flüssig-Batterie die Lösung gefunden haben. Die neue Batterie enthält als Ladungsträger ein halbflüssiges Elektrolyt-Material, normalerweise liegen die Ladungsträger in fester Form vor. Die Materialien basieren auf Lithium. Weil das Elektrolyt flüssig ist, lässt sich der Stromspeicher auch von außen wie ein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor auftanken oder wahlweise wie ein normaler Akku aufladen.

Höhere Energiedichte

Diese Art der Flüssigkeitsströmung ist nicht neu. Allerdings konnte bislang kein Material gefunden werden, das eine derart hohe Energiedichte aufweist. Laut den Forschern soll die Energiedichte sogar höher sein als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen.

Die Forscher des MIT nennen das flüssige Elektrolyt als Anspielung auf das Crude-Oil (Rohöl) der Ölwirtschaft “Cambridge crude”. In der Endentwicklung rechnen die Forscher mit der Hälfte der Größe einer bisherigen Zelle.  Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Advanced Energy Materials veröffentlicht.

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