Die Energiewende könnte durch die geopolitische Lage nun deutlich an Fahrt gewinnen. Fotocredit: © Cornell Frühauf/Pixabay
Die Energiewende könnte durch die geopolitische Lage nun deutlich an Fahrt gewinnen. Fotocredit: © Cornell Frühauf/Pixabay
Die geopolitische Lage wirft gerade in Europa neue Fragen zur Energiewende auf. Sie scheint zu beschleunigen, was im Hinblick auf unser Klima längst gefragt ist: Die Etablierung von flächendeckender, unabhängiger und sauberer Energieversorgung.

Bereits jetzt erzeugt Deutschland nahezu die Hälfte seines Stroms mit erneuerbarer Energie. Und auch hierzulande werden immer neue Kraftwerke errichtet, die sauberen Strom produzieren, wie beispielsweise der Windpark in Trumau, mit dessen Bau Wien Energie kürzlich begonnen hat. Unsere deutschen Nachbarn haben sich im Sinne der Klimaschutz-Ziele bereits vor Jahren politisch darauf geeinigt, bis 2050 die Vollversorgung des Landes mit sauberem Strom zu realisieren. Jetzt nehmen diese ambitionierten Klimaziele noch einmal Fahrt auf. Grund dafür ist die geopolitische Lage. Denn die Versorgung mit Energie sei auch ein „Frage von nationaler Sicherheit“, wird der Grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von der Süddeutschen Zeitung zitiert. 

Energiewende: Wunsch nach Unabhängigkeit aufgrund geopolitischer Lage

Das Thema wird in den letzten Wochen zunehmend präsent, da man sich in Europa nun darum bemüht, sich aus der Energieabhängigkeit – allen voran von Gas – von Russland zu befreien. Auch in Österreich werden alternative Möglichkeiten zur Energieversorgung deshalb gefühlt fieberhaft gesucht. Es scheint, als würde die aktuelle Abhängigkeit von Russland im Hinblick auf Gas, Öl und Kohle nun beschleunigen, was die klimapolitische Lange längst erfordert: Den raschen sowie kompromisslosen Ausbau sauberer Kraftwerke, um die flächendeckende Versorgung mit erneuerbarer, grüner sowie sauberer Energie zu gewährleisten. Darum haben sich deutsche Politiker:innen in Punkto erneuerbarer Energie mit einem noch eifrigeren Ziel auseinandergesetzt: Schon bis 2035 soll nahezu der gesamte deutsche Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. 

Doppelt so viel Wind-, viermal so viel Solarleistung für Energiewende

Während bei uns in Österreich der größte Anteil erneuerbarer Energie aus der Wasserkraft gewonnen wird, entfällt der größte Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland auf die Windkraft. Alleine die Windkraft an Land soll laut dem neuen Gesetz verdoppelt werden. Das würde einem Wert von rund 105 Gigawatt entsprechen. Aber auch im Windkraft-Bereich im Meer soll sich die Leistung der installierten Windräder bis 2030 nahezu vervierfachen. Ebenso kommt der Solarenergie im neuen Gesetz eine wichtige Bedeutung bei: Hier verspricht das Gesetz viermal mehr Sonnenenergie-Leistung bis 2030. Gleichzeitig sollen auch Bürgerinnen- und Bürgerprojekte stärker gefördert werden. So sieht das Gesetz auch eine Vergütung für Photovoltaikanlagen auf Hausdächern vor. 

Quelle: sueddeutsche.de / Fotocredit: © Cornell Frühauf/Pixabay


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