Die Church of England will ihren CO2-Abdruck reduzieren und installiert deshalb PV-Paneele auf einer mehr als tausend Jahre alten Kathedrale.

Gloucester Cathedral gehört zu den ältesten Kirchengebäuden in England, in ihr liegt King Edward II, der 1327 starb, begraben. Auf diesem alten Gebäude befindet sich seit kurzem eine Solaranlage, die Kathedrale ist damit weltweit eines der ältesten Gebäude, das eine PV-Anlage hat. Diese Anlage soll dazu beitragen, den CO2-Abdruck der Kirche, aber auch ihre Stromkosten zu reduzieren.

Installiert wurde die Anlage von der, in Gloucester ansässigen Firma, Mypower. Laut Ben Harrison, einem Mitarbeiter der Firma, können die CO2‑Emissionen der Kirche dadurch um rund 16 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Die Anlage auf dem Dach des alten Gotteshauses zu montieren, bezeichnet er als einmaliges Erlebnis. Nicht viele Menschen bekommen die Möglichkeit, überhaupt aufs Dach des Gebäudes zu steigen, besonders aufregend findet er es aber, die Zukunft der Kathedrale, in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Energieproduktion, mitgestallten zu können.

Die Installation der Solar-Paneele ist Teil eines großen Renovierungsprojektes mit dem Namen Project Pilgrim. Dabei soll die Kirche renoviert, modernisiert und barrierefrei werden, es sollen mehr Grünflächen angelegt werden und Nachhaltigkeit steht bei den Änderungen im Fokus. Damit ist das ganze Projekt auch Teil einer Kampagne der Church of England, bei der es darum geht, die CO2-Emissionen der Kirche bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren.

Kirchen eignen sich übrigens oft besonders gut, um auf ihren Dächern Solaranlagen zu installieren. Viele Kirchen und Kathedralen haben nämlich eine Ost-West-Ausrichtung und somit natürlich eine große südseitige Dachfläche. Da müsste es dann doch bestimmt auch ein paar Kirchen in Wien geben, auf deren Dächern man Solar-Paneele installieren könnte. Die Lutherische Stadtkirche in der Dorotheagasse besitzt schon seit Jahren eine kleine Dachanlage. Wie viele andere Kirchen über eigene PV-Anlagen verfügen ist uns nicht bekannt, viele dürften es aber nicht sein, was wohl auch an den strengen Denkmalschutzregeln liegt.

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Bild: Anna Lythgoe, Gloucester Cathedral

 

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