Warten….. wer will das schon? Und gerade beim Aufladen von Handys sollt es lieber ganz schnell gehen. Eine 18-Jährige aus Kalifornien setzt hier an: sie hat ein Blitz-Aufladegerät entwickelt und dafür einen Wissenschaftspreis erhalten. Leider ist der Supercharger nicht auf dem Markt.

Eine Jugendliche hat es erfunden: ein winziges Energie-Speichergerät, das Enormes leistet. Eesha Khare, 18 Jahre alt und aus Saratoga in Kalifornien, erhielt dafür den mit 50.000 US-Dollar dotierten Intel Foundation Young Scientist Award. Sie setzte sich mit dem Projekt „Design and Synthesis of Hydrogenated TiO2-Polyaniline Nanorods for Flexible High-Performance Supercapacitors.“ gegen 1.037 Konkurrenten durch.

Damit gehören endlos lange Wartezeiten für einen Ladezyklus am Handy der Vergangenheit an. Eine Erfindung, die ganz klar mehr als die 50.000 Dollar verdient hätte – wenn sie denn auf dem Markt wäre. Denn das Energie-Speichergerät kann komplett in 20 bis 30 Sekunden den gesamten gespeicherten Strom abgeben.

Das Blitz-Ladegerät ist ein sogenannter Superkondensator. Und er ist auch kein Gag-Gadget, sondern robuster als andere Technologien. Er kann 10.000 Ladezyklen überstehen, verglichen mit nur etwa 1.000 Zyklen bei herkömmlichen Akkus. Nicht der einzige Vorteil: der Superkondensator aus Khares Werkstatt ist auch flexibel und kann ganz einfach in Rollup-Displays und in Kleidungsstücken oder Taschen verwendet werden.

Mit anderen Worten: würde das Gerät zur Marktreife entwickelt werden, könnte es die Unabhängigkeit von Strom-Steckern enorm weiterbringen. Welcher Batterienhersteller ergreift die Chance?

1 Kommentar

  1. So schnell kann es leider gehen: Heute kam schon die Meldung, dass die Kapazität der Superkondensatoren – und vor allem auch die Speicherdichte – den Anforderungen, die ein Handy stellt, nicht gewachsen ist. Um den Faktor 10 oder so. Also wird das Warten doch wieder etwas länger dauern. Es gibt aber einige andere Forschungsansätze, die einen Quantensprung in der Batterietechnologie bringen könnten.

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