Autos verlieren beim Bremsen Energie. Durch das Bremsen und neuerliche Beschleunigen gehen rund 30 Prozent der Antriebsenergie verloren. Schwungräder ermöglichen es, die Bremsenergie zurückzugewinnen. Die Automobilindustrie ist zaghaft dabei, sich…

Autos verlieren beim Bremsen Energie. Durch das Bremsen und neuerliche Beschleunigen gehen rund 30 Prozent der Antriebsenergie verloren. Schwungräder ermöglichen es, die Bremsenergie zurückzugewinnen. Die Automobilindustrie ist zaghaft dabei, sich dieses physikalische Phänomen zu Nutzen zu machen.

Schwungräder sind nichts anderes als mechanische Batterien. Sie eignen sich sehr gut dazu, Bremsenergie zu speichern. Bremsenergie wird üblicherweise in Form von Wärme abgegeben, und geht damit verloren. Mit KERS wird in der Formel 1 seit dem Jahr 2009 ein elektrisches System zur Rückgewinnung der Energie eingesetzt. Die Beanspruchung der Akkus ist bei diesem System allerdings extrem hoch, sodass sie nach jedem Rennen ausgetauscht werden müssen.

Der erste Rennwagen mit einem Schwungradspeichersystem kommt aus dem Hause Porsche. Der 911 GT3 R Hybrid. Das Schwungrad rotiert in dem Auto mit 40.000 Umdrehungen. Nicht nur dass das System billiger ist, im Vergleich zu KERS wandelt das Schwungrad die Energie schneller um als eine Batterie. Der mechanische Vorgang läuft schneller ab als der chemische Prozess einer Batterie.

Volvo will nun ebenso auf einen Schwungradspeicher zurückgreifen. Das System soll eine Kraftstoffersparnis von bis zu 20 Prozent ermöglichen und gleichzeitig eine um bis zu 80 PS gesteigerte Leistung bringen. Der deutlich geminderte Kraftstoffverbrauch ergibt sich durch das automatische Abschalten des Motors sobald die Bremsen betätigt werden. Bei Testfahrten war der Motor laut Volvo etwa die Hälfte der Fahrzeit ausgeschaltet. Im Jahr 2001 wurde mit Tests für das System begonnen und schon bald soll es die Serienreife erreicht haben.

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3 Kommentare

  1. Das mit der Bremsenergierückgewinnung bei Straßenbahnen habe ich noch nicht gekannt und finde ich gut. U.a. die Taurus Lok der ÖBB macht das ja auch. Da dort eine permanente Einleitmöglichkeit über die Stromleitung besteht ist das natürlich technisch gut und ohne Pufferspeicher machbar.
    Für die Busflotte der Wiener Linien aber würden Schwungradspeicher sehr gut passen.

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