Bisons könnten wieder häufiger gesehen werden. Bild: Unsplash (https://unsplash.com/photos/bSp9pJGR4tU)
Bisons könnten wieder häufiger gesehen werden. Bild: Unsplash (https://unsplash.com/photos/bSp9pJGR4tU)
Bisons waren und sind nicht nur Lebensunterhalt für die indigenen Völker Nordamerikas, sondern auch eng mit spirituellem und kulturellem Leben dieser verbunden.

Noch vor wenigen Jahrhunderten lebten rund 20 bis 30 Millionen Bisons bzw. Buffalos, wie sie von den indigenen Stämmen genannt werden, in Nordamerika. In großen Herden zogen die Tiere, die ein Relikt aus dem Pleistozän sind, frei umher. Bisons gehören zu den wenigen Säugetieren, die die letzte Eiszeit überlebt haben.

Doch ab dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert drangen europäische Siedler in die Gebiete der Ureinwohner vor und scheuten vor keinen Methoden zurück, um diese zu verdrängen. Eine der Maßnahmen war ihre Büffel massenhaft zu töten, wodurch man die indigenen Stämme einer wichtigen Nahrungsquelle beraubte. So wurde der Millionenbestand so stark dezimiert, dass die Bisons dem Aussterben nahe waren.

Nun bemühen sich verschiedene Gruppierungen und Organisationen darum, den Bisonbestand wieder zu vergrößern. In Yellowstone gibt es eine ganz besondere Herde, die genetisch vollkommen reinrassig ist. Hier überlebten in einem abgelegenen Tal 23 Bisons die Massenschlachtungen des neunzehnten Jahrhunderts, so blieb der reine genetische Code erhalten. Die meisten anderen Bisons, die es heute in Nordamerika gibt, tragen auch Gene von Kühen in sich, da ihre Vorfahren domestiziert und mit Kühen gekreuzt wurden.

Es erschien naheliegen, diese genetisch unveränderte Herde zur Zucht größerer Bestände heranzuziehen, um auch an anderen Orten die Bestände wieder aufzubessern. Lokale Viehzüchter stemmten sich gegen diesen Schritt. Der Grund dafür war, dass diese Bisonherde die Krankheit Brucellose in sich trägt, eine Infektionskrankheit, an der auch Kühe und Menschen erkranken können. Ursprünglich haben die Bisons sich bei Kühen mit diesem Erreger angesteckt, dass er wieder auf Kühe zurückübertragen wird, ist aber äußerst unwahrscheinlich. Dennoch wehrten sich Viehzüchte dagegen, Tiere der Yellowstone Herde für die Wiederaufzucht von Bisons zu verwenden.

Doch nach sechs langen Jahren und Gerichtsverhandlungen konnte man einen Sieg verzeichnen und 2012 mit der Zucht beginnen. Der Erfolg war auch schon bald sichtbar, in den Gebieten, in denen die Bisons durch die Zuchtmaßnahmen wieder angesiedelt wurden, kam es zu einer richtigen Wiederbelebung des Ökosystems. Fauna und Flora haben sich durch die Anwesenheit des Büffels verändert und auch andere Tiere und Pflanzen, die hier heimisch waren sind wieder zurückgekehrt.


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