Lernen, wenn die Sonne untergegangen ist? Für uns selbstverständlich. Für eine Schule in Afrika nun auch. Was Solarenergie in Afrika zur Entwicklungshilfe beiträgt. Wenn um 18:00 Uhr in Mufindi, Tansania,…

Lernen, wenn die Sonne untergegangen ist? Für uns selbstverständlich. Für eine Schule in Afrika nun auch. Was Solarenergie in Afrika zur Entwicklungshilfe beiträgt.

Wenn um 18:00 Uhr in Mufindi, Tansania, die Sonne untergeht, und die Hügeln in der Abenddämmerung versinken, legen die Bauern auf den Feldern ihre Arbeit nieder. Die Sekundärschule Luhunga jedoch beginnt zu diesem Zeitpunkt, sich mit Leben zu füllen. Auf dem Dach der Schule sind mehrere Solarpanele montiert, die die Schule mit Elektrizität und somit mit Licht versorgen, sobald es draußen dunkel ist.

28 Stunden Unterricht könnten so jede Woche zusätzlich abgehalten werden – für Schüler, die besonders strebsam sind, und auch für solche, die tagsüber keine Möglichkeit haben, zur Schule zu kommen.

Zukunft durch elektrisches Licht

Die Luhunga-Schule ist eine Traumfabrik. Zukünftige Ärzte, Ingenieure und Lehrer kommen hier mit jeder zusätzlichen Unterrichtsstunde ihrem Ziel einen Schritt näher. Ohne Solarenergie würde ihr Traum platzen.

Lesen lernen, wenn es dunkel ist

Nicht nur junge Menschen profitieren in Afrika von der Solarenergie. Im südlichen Malawi können dank der Solarenergie Hunderte Erwachsene am Abend lesen lernen, wenn die Arbeit am Feld erledigt ist. Beim größten Erwachsenen-Alphabetisierungsprogramm im Land konnten bisher 500 Menschen auf der Thyolo-Teefarm, einer Fair-Trade-Kooperative, das Lesen lernen.

Solarenergie hilft

Möglich sind solcherlei Projekte durch die britische Nicht-Regierungs-Organisation SolarAid. Diese bringt Solarenergie in besonders abgelegene und benachteiligte Gebiete im östlichen und südlichen Afrika. Zugleich ermutigt sie Menschen im Land, selbst leistbare Solarenergieprodukte zu verkaufen, und sich so ein wirtschaftliches Standbein aufzubauen.

10 bis 20 Kilometer mit dem Fahrrad

Denselben Ansatz verfolgt auch die niederländische NGO Rural Energy Foundation (Ländlicher Energie-Fonds). 450.000 Menschen, die in den Regionen südlich der Sahara leben, konnte die Organisation elektrisches Licht in den Alltag bringen. Diese Menschen mussten früher 10 bis 20 Kilometer radeln, um Akkus aufzuladen, die ihr Heim mit Strom und mit Licht versorgten, oder erlitten schwere gesundheitliche Schäden durch giftige Kerosinlampen.

Zu tun gibt es noch einiges. Mehr als 95 Prozent der Haushalte im ländlichen Afrika sind nicht ans Stromnetz angeschlossen. Solarenergie macht für sie den großen Unterschied – und das zu einem niedrigen Preis.

SolarAid | Where donations go | Schools from Brad Bell on Vimeo.

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