In meiner monatlichen Kolumne beschäftige ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund habe ich mir diesen Monat zum Anlass genommen, mir einmal zu überlegen, in welchen Lebensbereichen man mit diesem Wort in Kontakt kommt. Dass es ein ständiger Begleiter im Alltag ist, lässt sich wohl keineswegs abstreiten.

Egal wo man ist, ob man einkaufen oder essen geht, überall begegnet es einem.

– Beim Kauf neuer Kleidung. Bio-Baumwolle und nachhaltige Produktion. Etiketten, die Nachhaltigkeit versprechen und Zertifikate, die ebenso darauf hinweisen. Man sucht nach bestimmten Stoffen, kauft nichts aus Polyester und will etwas, das länger als nur zweimal Anziehen und zweimal Waschen aushält.

– Beim Essen. In Supermärkten begegnet einem dieses Wort ebenso. Und das nicht nur im Biomarkt. Längst hat es bei den diversen Produkten Einzug gehalten. Ganz gleich ist es, wenn man essen geht. Auch in Lokalen läuft einem Nachhaltigkeit über die Speisekarte.

– Bei der Energieversorgung. Man sucht sich gerne den billigsten Stromanbieter, doch produziert er dann wirklich nachhaltig? Sind es erneuerbare Energiequellen, die morgens den Toaster zum Laufen bringen?

– Beim Hausbau. Auch hier stellt sich die Frage, mit welchen Materialien man baut, wo man sie bezieht und wie weit man darauf achtet, dass beispielsweise gut gedämmt ist. Nachhaltiger Hausbau ist sicherlich nicht billig, aber allemal eine Überlegung Wert.

– Möbelkauf. Wo und bei welchem Anbieter kauft man ein? Kauft man Massenware, ignoriert man, dass man nicht weißt, wo produziert wird oder geht man lieber zum Tischler? Doch weiß man hier wo das Holz bezogen wurde? Die Frage ist vermutlich, wie weit kann man Nachhaltigkeit überhaupt komplett überwachen?

– Elektronik. Natürlich könnte man sich auch bei der täglichen Verwendung von elektronischen Geräten, wie Smartphones, Tablets und Laptops die Frage stellen, wie weit sie nachhaltig sind. Woher kommen sie und was tragen sie zum Wachsen der Müllberge bei? Ressourcenschonung ist hier ein Thema, das wohl zu kurz kommt.

– Für mich selbst. Last but not least, denkt man über all diese Punkte nach, darf man sich auch die Frage stellen, was es bedeutet ein nachhaltiges Leben zu führen. Wie schone ich Ressourcen, wie schaffe ich für mich selbst ein nachhaltiges Gesamtkonzept, einen nachhaltigen Lebensstil.

Habt ihr Ideen oder Anregungen, was ich vergessen habe und was man verbessern kann?

Über die Autorin:

Teresa Hammerl lebt in Wien und ist im Internet unter @colazionearoma zu finden. Sie ist freie Journalistin für unterschiedliche Print- und Onlinemedien. Hammerl schreibt vor allem über Mode-, Kultur- und Lifestylethemen.

1 Kommentar

  1. Hallo Teresa Hammerl! Nachhaltigkeit ist dort angesiedelt, wo es keinen Abfall und keine Verschwendung gibt, wo Alles und Jedes seinen Wert hat und bewusst geschätzt wird. Das gab es auch schon in solchen Gegenden, wo Geld rar war und nichts weggeworfen werden konnte, weil es irgendwann irgendeinen Nutzen
    hatte. Wo jedes Blatt Papier zu kostbar war um es zu beshcreiben und daher Notizen zB. auf die Schanktür des Wirtshauses mit Kreide geschrieben wurden, was der Gast an vorübergehenden Zechschulden ansammelte.
    Schuhe wurden auch nach derenHaltbarkeit und Reparierbarkeit bewertet und jede Person war froh zeitlebens ein paar Schuhe zu besitzen, welche immer wieder repariert, auch für viele Jahre tragbar waren.
    ähnlich war das mit Kleidung und anderem Hausrat. Manche Topfe waren so durchgescheuert, dass sie mittels verschiedener Methoden wieder benutzbar gemacht, wiederum für Jahre verwendbar waren.
    Meine Großmutter hatte ihr Puchfahrrad sogar im Schlafzimmer aufbewahrt und das RADIONE-Radio wurde mit einer gestickten Zierdecke zugedeckt damit es von den Fliegen nicht schmutzig wurde und solange täglich benutzt, bis nach vielen Jahren die Röhren durchgebrannt waren.
    Alles keine heutige Vorstellung mehr davon, weil Verschwendung eingekehrt ist, anstatt Nachhaltigkeit.

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