8 Tipps wie man die eigene Küche umweltfreundlicher gestalten kann.

In den letzten 50 Jahren wurden einige tolle Produkte entwickelt, die das Kochen und Essen zubereiten einfacher gemacht haben. Mit dieser Entwicklung schnellte die Menge an Haushaltsmüll in die Höhe. Der Vorteil der neuen Produkte war zwar, weniger abzuwaschen und schnellere Handgriffe zu machen, aber diese Bequemlichkeit tragen wir schlussendlich auf unserer Umwelt aus. Das Resultat war: viel Plastik, viel Chemie und viel Einwegprodukte. Dabei gibt es mittlerweile tolle Alternativen zu den herkömmlichen Produkten, an die wir uns die letzten Jahrzehnte gewöhnt haben. Außerdem kann man auf einige wenige Dinge auch locker verzichten. Hier meine Tipps um deine Küche ein wenig umweltfreundlicher zu gestalten:

Fotocredit: Mira Nograsek // Naturfaserbürste und Kupfertuch sind die Ideale Alternative für den klassischen Spülschwamm aus Plastik

1. Abwaschen mit Kupfer-Schwamm und Naturfaserbürste

Der klassische Spülschwamm aus Plastik liegt neben jeder Abwasch bereit. Das Problem daran ist nicht nur, dass es ein Einwegprodukt ist, welches nach längerem Benutzen einfach weggeworfen wird, sondern auch die kleinen Plastikpartikel, die sich während dem Benutzen davon lösen und ins Wasser geraten. Die Partikel sind so klein, dass sie nicht gefiltert werden können und so einfach in unserem Wasser bleiben. Alternativen gibt’s mittlerweile genug. Naturfaserbürsten gibt es mittlerweile in jeder gut sortierten Drogerie zu kaufen. Der Bürstenkopf kann einfach ausgetauscht werden, sobald er nicht mehr seine Funktion erfüllt. Wer mit der Bürste nicht zurecht kommt, kann auch einfach einen Luffa-Schwamm probieren. Die Luffa-Gurke ist ein reines Naturprodukt und deshalb besonders umweltfreundlich. Wenn es der Dreck sehr hartnäckig ist, dann kann man zum Kupfertuch greifen. Dieses ist langlebig, kann gewaschen werden und wirkt sogar antibakteriell. Und den Trick mit dem Schwammtuch kennt ihr ja bereits aus meinem letzten Beitrag

Fotocredit: Mira Nograsek // Spülmittel selber machen ist gar nicht mal so schwierig

2. Geschirrspülmittel selbst herstellt, oder wieder befüllen

Hast du schon einmal probiert Geschirrspülmittel selbst herzustellen? Das Internet bietet eine Fülle an Rezepten dafür. Mein liebstes Rezept findet ihr bei Wastelandrebel. Wem das zu umständlich ist, der kann mittlerweile auf eine gute Auswahl an umweltfreundlichen Geschirrspülmittel zurückgreifen. In verpackungsfreien Supermärkten kann man Geschirrspülmittel sogar in seine eigenen Behälter abfüllen, so verbraucht man weniger Verpackung. Oder man achtet beim Einkauf auf recycelte PED-Flaschen.

Fotocredit: Mira Nograsek // Backfolie aus Silikon ist nur eine Alternative für das klassische Backpapier

3. Backen ohne Backpapier?

Backpapier lässt sich leider nicht wie der Name sagt, mit dem Altpapier recyceln, daher ist es eines der vielen Einweg-Produkte, welches wir in der Küche regelmäßig in den Restmüll schmeißen. Wie hat man eigentlich gebacken, noch bevor es Backpapier gab? Tatsächlich wurden früher die Backbleche mit Wachs eingeschmiert, dass hat nicht nur gut geduftet, sondern hat hervorragend funktioniert. Der Aufwand ist hier natürlich etwas größer und auch das Wachs ist nicht ganz billig. Also habe ich noch eine Alternative: die Dauerbackmatte aus Silikon. Die Backmatte ist immer wieder verwendbar und abwaschbar – der Nachteil, das nicht ganz unproblematische Silikon an sich mit Weichmachern. Mein Tipp: Backpapier öfters als nur einmal verwenden, Torten- und Kuchenformen mit Margarine, Butter oder Öl einfetten und mit Semmel-Brösel bestreuen.

Fotocredit: Mira Nograsek // PaPiermüll vermeiden beim Verwenden von waschbaren Baumwoll-Tüchern

4. Küchenrolle und Servietten

Seit drei Jahren lebe ich ohne Küchenrolle. Am Anfang hätte ich mir das nie vorstellen können, immerhin habe ich am Tag sicher drei Mal davon Gebrauch gemacht. Aber das ist schließlich alles Gewohnheit. Statt Küchenrolle haben wir einfach ein paar mehr Geschirrtücher zuhause, die man einfach mit 60° Grad in der Waschmaschine waschen kann. Für den Tisch benutzten wir Baumwoll-Servietten, die sehen außerdem gleich viel hübscher aus.

Fotocredit: Mira Nograsek // Holz und Metall als umweltfreundliche Alternative zu Plastikküchenbesteck

5. Mehr Holz statt Plastik

Wenn man sich neue Küchenutensilien, wie Kochlöffel, Schöpfer, usw. zulegt, am besten darauf achten, dass sie entweder aus Holz oder Metall sind. Plastikprodukte verlieren mit der Zeit (beim Kochen und im Geschirrspüler) kleine Plastikpartikel, die in unserem Wasser landen und nicht mehr heraus gefiltert werden können.

Fotocredit: Mira Nograsek // Bienenwachstücher sind die perfekte Alternative für Alufolie und Frischhaltefolie

6. Bienenwachstücher statt Alu- und Frischhaltefolie

Egal ob angeschnittenes Gemüse, die Mahlzeit von Gestern, oder ein Sandwich, mit Bienenwachstüchern kann man jene Produkte ganz einfach verschließen und verpacken. Das Wachs auf den Baumwolltüchern lässt sich mit den Händen einfach erwärmen und so passt sich das Tuch jeder Form einfach an. Nach dem Benutzen einfach mit kaltem Wasser und natürlichem Spülmittel abwaschen und immer wieder verwenden. Bienenwachstücher kann man entweder selber machen, oder; noch einfacher in vielen Bio-Supermärkten oder verpackungsfreien Supermärkten kaufen.

Fotocredit: Mira Nograsek // Egal ob Kräuter, Beeren oder ganze Mahlzeiten; einfrieren ohne Plastik ist ganz simpel

7. Einfrieren ohne Plastiksackerl

Das Plastiksackerl wird mittlerweile auch beim Einfrieren unnötig. Wusstet ihr, dass man auch mit Glas einfrieren kann? Wichtig dabei ist nur, dass man flüssigen Produkten die sich darin befinden genug Platz gibt um sich beim einfrieren auszuweiten. Daher sollten Suppen oder Eintöpfen immer nur drei viertel des Platzes im Glas einnehmen und stehend gefrieren. Brot, geschälte Bananen und ähnliches kann man auch einfach in ein Geschirrtuch einschlagen und damit einfrieren.

Fotocredit: Mira Nograsek // Strohhalme aus Holz sind leicht und einfach zu waschen

8. Strohhalme aus Glas, Holz oder Metall

Wer bei seinem selbstgemachten Cocktail oder bei dem Getränk für die Kinder nicht auf Stohhalme verzichten mag, dem kann ich wiederverwendbare Stohhalme aus Glas, Holz oder Metall ans Herz legen. Die aus Holz sind besonders praktisch, weil sie sehr leicht und einfach zu waschen sind. Außerdem ist Holz nicht so hart wie Metall und Glas, deshalb auch perfekt für Kinder.

Habt ihr noch weitere Tipps für eine umweltfreundliche Küche? Teilt sie gerne in den Kommentaren mit uns!

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