Igel sind sympathische Zeitgenossen. So gut wie jeder von uns freut sich, wenn er einen der ebenso nützlichen wie possierlichen Stachelträger zu Gesicht bekommt. Jetzt, wo der Winter vor der…

Igel sind sympathische Zeitgenossen. So gut wie jeder von uns freut sich, wenn er einen der ebenso nützlichen wie possierlichen Stachelträger zu Gesicht bekommt. Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, liegt es an uns, den Igeln ein Stück weit zu helfen.

Dass Igel in unseren Breiten seltener geworden sind, liegt nicht nur daran, dass sie viel zu oft auf den Straßen den Tod finden. Ein anderer Grund sind unsere aufgeräumten, sogar sterilen Gärten. Auf englischen Rasen und unter militärisch sauber getrimmten Hecken finden die Igel weder Verstecke noch Nahrung. Schon ein paar „wilde Ecken“ im Garten wirken für die Tierwelt Wunder.

Ein igelgerechter Garten

Vorweg: Igel können draußen überleben. Die Tiere einzufangen und im Keller oder in einer Schachtel im Haus überwintern zu lassen ist meist eine ganz schlechte Idee. Der Garten genügt.

Worauf kommt es aber bei einem igelgerechten Garten an?

  • Verzicht auf Gift gegen Schädlinge
  • Verzicht auf Laubsauger
  • Einige Laubhaufen liegen lassen
  • Deckung durch „wilde Ecken“ zulassen
  • Gefahren wie Schwimmbecken und Betonschächte abdecken
  • Nicht unter der Hecke Rasen mähen
  • Holzstapel vor dem Verbrennen noch einmal umschichten
  • Ideal: ein Garten mit Komposthaufen
  • Aber: Komposthaufen nicht mit der Mistgabel wenden

Der Igel ernährt sich von Schnecken, Käfern, Regenwürmern und Asseln.
Ein kräftiger, gesunder Igel futtert sich vor dem Wintereinbruch die nötigen Fettpolster für die karge Jahreszeit an. Mit 700 bis 800 Gramm Körpergewicht kommt er gut durch den Winter.

Zufüttern? Nur das richtige Essen

Wer einem allzu mageren Igel helfen möchte, darf zufüttern: Anbieten kann man – an geschützter Stelle – etwa Katzen- oder Hundefutter. Im Fachhandel gibt es auch richtiges Igeltrockenfutter. Hin und wieder darf man auch überreifes Obst reichen – quasi als Dessert. Vorsicht: Niemals Milch zu trinken geben, sondern immer nur Wasser. Von Milch bekommen Igel Durchfall, das schwächt sie und bedeutet im Winter den Tod.

A propos Tod: Halten Sie ihre Gartenzäune durchlässig. Lücken von 20 cm Durchmesser erlauben Igeln, von einem Garten zum anderen zu wechseln und von der gefährlichen Straße in den sicheren Garten zu entwischen. In freier Wildbahn durchstreift ein männlicher Igel ein Gebiet von 100 Hektar.

Wenn Sie mehr wissen wollen, finden Sie alle wichtigen Infos im Igelratgeber von Vier Pfoten.

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