Der US-amerikanische Demokrat und Politiker Albert Arnold Gore, besser bekannt als „Al Gore“ rechnet in einem erst kürzlich erschienenen Artikel des Musikmagazins Rolling Stone mit Ungerechtigkeiten im Bezug auf den…

Der US-amerikanische Demokrat und Politiker Albert Arnold Gore, besser bekannt als „Al Gore“ rechnet in einem erst kürzlich erschienenen Artikel des Musikmagazins Rolling Stone mit Ungerechtigkeiten im Bezug auf den Umweltschutz ab.

Al Gore kritisiert Unwahrheiten, die über den Klimawandel verbreitet werden genauso wie die Massenmedien, die als „unfaire“ Schiedsrichter im Duell zwischen Befürwortern und Gegnern des Umweltschutzes agieren.

Is it right?

Der Politiker beginnt zunächst Fragen zu stellen, die einen gehörig zum Nachdenken bringen. Gibt es den Klimawandel überhaupt? Ist das alles nur ein übertrieben dramatisiertes Szenario, um Panik zu machen oder befindet sich die Welt wirklich in einem bedrohlichen Zustand? Soll der Wissenschaft oder den einflussreichen Großkonzernen Glauben geschenkt werden und welche Rolle spielen eigentlich die Medien dabei?

Al Gore, der sich selbst seit Beginn der 1990er Jahren für den Umweltschutz engagiert, übt vor allem Kritik an den Medien, die, wie er sagt, schon längst keine demokratische und unabhängige Meinungsäußerung mehr erlauben. Wer zahlt, der gewinnt – natürlich geht es um Geld, und diejenigen, die kräftig in die Tasche greifen, können auch mitreden, was der Öffentlichkeit vor die Nase gesetzt wird.

Klimawandel: Eine „Theorie“?

Dabei meint der Politiker vor allem die großen, einflussreichen Konzerne, die zwar Unmengen an Geld und Macht besitzen, aber kaum im Sinne der Umwelt handeln oder gar in sie investieren. Das geht sogar soweit, dass die Wissenschaft ins Lächerliche gezogen und der Klimawandel auf eine Theorie oder ein Hirngespinst reduziert wird. Dabei war sich die Wissenschafter-Lobby noch nie so einig: Der Klimawandel ist keine Einbildung, sondern traurige Tatsache und Teil unseres alltäglichen Lebens!

Al Gore als Wachrüttler

Das Hauptanliegen Al Gores Kritik zielt wohl darauf ab, die Menschen auf ihr Handeln aufmerksam zu machen und die Ersthaftigkeit des klimatischen Wandels vor Augen zu führen. Während Klimatologen in der Vergangenheit vor zuviel CO2-Ausstoß gewarnt haben, prognostizieren aktuelle Untersuchungen noch weitaus Schlimmeres: Der Klimawandel ist für die ansteigenden, immer zerstörerischer werdenden Naturkatastrophen verantwortlich und in Zukunft sollen Heftigkeit sowie auch Häufigkeit weiter zunehmen.

Al Gore zeigt sich jedoch auch zuversichtlich, da erneuerbare Energien bereits auf dem Vormarsch wären und da die Forschung auf diesem Sektor wohl auch in nächster Zeit mit einigen Überraschungen brillieren könnte.

Letzten Endes bleibt seine Botschaft aber eindeutig und unmissverständlich: Das derzeitige Verhalten der Menschheit kommt einem Suizid gleich! Deshalb müsse die Demokratie genutzt werden, um die aktuellen Umweltprobleme zu besprechen und zu bekämpfen. Ein bedeutendes Problem dabei bleibt die Tatsache, dass die allgemeinen Medien selbst im Zwiespalt zwischen Wahrheit und Macht stehen.

Do it now!

Angesichts all der Herausforderungen, die sie sich wohl nicht mehr länger aufschieben lassen werden, fragt man sich selbst: Was kann der/die Einzelne tun? Verläuft das Handeln einer einzigen Person nicht ohnehin im Sand?

Al Gore bietet dafür fünf konkrete Vorschläge an, wie Individuen, die nicht auf die gleichen Mittel wie etwa mächtige Großkonzerne zurückgreifen können, sich im Sinne des Umweltschutzes engagieren können:

1. Zum Umweltschutz stehen! Dies ist wohl eine sehr einfache Art wie das Thema Umweltschutz in der Gesellschaft etabliert werden soll: durch Reden und Diskutieren in der eigenen, unmittelbaren Umgebung!

2. Erst denken, dann handeln! Damit ist gemeint, dass das eigene Konsumverhalten unter die Lupe genommen werden und gegebenenfalls umweltfreundlicher gestaltet werden soll.

3. Vor Ort tätig werden! Al Gore, selbst aktiv im Umweltschutz tätig, fordert dazu auf, einer lokalen Organisation, die den Umweltschutz unterstützt, beizutreten. Denn in der Gemeinschaft können Veränderungen schneller und besser umgesetzt werden.

4. Die Medien im Auge behalten! Nachdem nicht alles, was Medien, egal welchen Formates, verbreiten, auch wahr sein muss und da auch die Drahtzieher im Hintergrund oftmals nicht zwingend die Interessen der Bevölkerung vertreten, sollte man wachsam bleiben und eventuelle Fehlinformationen der Medien im Bezug auf den Klimawandel oder Umweltthemen offen kritisieren.

5. An die Politik glauben! Das klingt zwar im ersten Moment paradox, nachdem Umweltschutz oftmals auf der politischen Ebene scheitert. Doch Al Gore vertritt die Ansicht, dass die Stimmen aus der Bevölkerung früher oder später von der politischen Führungsspitze gehört werden müssen und dass die Macht des Einzelnen im Kollektiv eine ganz andere Dimension erreichen und damit nicht übersehen werden kann.

Zum Originalartikel: Al Gore im Rolling Stone (engl.)

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