Ostern ist traditionell die Zeit der Eier. Insgesamt verbraucht Österreichs Bevölkerung alljährlich 1,9 Milliarden Eier. Auf den Packungen sind sie immer glücklich: Die abgebildeten Hühner staksen im Sonnenschein durch hohes…

Ostern ist traditionell die Zeit der Eier. Insgesamt verbraucht Österreichs Bevölkerung alljährlich 1,9 Milliarden Eier.

Auf den Packungen sind sie immer glücklich: Die abgebildeten Hühner staksen im Sonnenschein durch hohes Gras, im Hintergrund rauschen dichte Wälder. Die Realität sieht in den meisten Fällen anders aus, und es lohnt sich, genau zu schauen und auch, den einen oder anderen Euro mehr zu investieren.

Käfighaltung

In Österreich ist die bei Anbietern wegen ihrer geringen Kosten sehr beliebte Käfighaltung verboten – in Deutschland aber nicht, und Eier werden auch importiert. In Käfigen gehaltene Hühner drängen sich stockwerkweise zu Tausenden auf engstem Raum zusammen – ihr einziger Lebenszweck besteht darin, Schulter an Schulter Eier zu produzieren, bis zum Tod. Damit sie ihren Aufenthalt in lauten, lichtlosen Schächten und den unvermeidlichen Parasitenbefall aber möglichst lange und produktiv überleben, ist der Einsatz von Medikamenten im Futter unvermeidlich.

Bodenhaltung

Die Bodenhaltung ist ebenfalls nicht tiergerecht. Der Boden besteht im Normalfall nicht aus Erde, sondern aus Lattenrosten, und laut Gesetz sind neun Tiere pro Quadratmeter erlaubt – Tageslicht ist Luxus. Die Hühner verletzen sich unter solchen Bedingungen oft gegenseitig, daher werden oft die Schnäbel gestutzt.

Freilandhaltung

Freilandhaltung bringt freien Auslauf und Tageslicht. Die Hühner haben Zugang zu Erdboden, in dem sie scharren können und dürfen auf Sitzstangen sitzen und ihre Eier in Nester legen. Diese Haltung ist artgerecht.

Biologischer Landbau

Legehennen aus biologischem Landbau sind die Luxushühner. Sie bekommen speziell ausgewähltes, biologisch angebautes Futter, sie sind praktisch frei in ihren Handlungen und können regelmäßig hinaus ins Freie.

Die Unterscheidung der Eier ist leicht möglich – und zwar anhand der Kennzeichnung. Die erste Zahl bezeichnet die Art der Tierhaltung, Null für Bio-Hennen, 1 für Freiland und so weiter. Das Kürzel AT bezeichnet Eier, die aus Österreich stammen.

Ausgerüstet mit den sorgfältig ausgewählten Eiern steht dem nächsten Schritt nichts mehr im Wege: Es geht ans Eier färben!