Fotocredit: unsplash.com/Amadeo Valar
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Wie wir durch tiefe Dankbarkeit glücklicher leben können.

Dankbarkeit ist mehr als nur „danke“ sagen, wenn man etwas bekommen hat. Es ist viel mehr eine Lebenseinstellung, die unsere Sicht auf die Welt grundlegend verändern kann. Durch Dankbarkeit können sich Beziehungen zu unseren Mitmenschen oder auch zu allen anderen Lebewesen, Dingen und Tätigkeiten verändern.

Wichtig ist im ersten Schritt aber, genauer hinzuschauen, was Dankbarkeit nun tatsächlich ist, warum sie solche starken Veränderungen bewirken kann, und wie wir das dankbar sein zu einem Teil unseres Lebens machen können.

Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist ein Gefühl, das wir ganz tief in unserem Körper wahrnehmen und spüren können. Fast jeder und jede hat schon mal einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen, und dabei gespürt, wie sehr er oder sie gerade dankbar ist, genau in diesem Moment genau dieses Wunder zu beobachten. Dieses Gefühl, völlig im Moment zu sein, und zu bemerken, wie sich das Herz öffnet oder weitet, wird als Dankbarkeit, von manchen auch als Liebe bezeichnet.

Eine Haltung der Dankbarkeit lässt uns überall im Leben vor allem auch die kleinen Dinge suchen und sehen, für die wir dankbar sein können. - Fotocredit: unsplash.com/Lina Trochez
Eine Haltung der Dankbarkeit lässt uns überall im Leben vor allem auch die kleinen Dinge suchen und sehen, für die wir dankbar sein können. – Fotocredit: unsplash.com/Lina Trochez

Warum Dankbarkeit?

Diverse Studien belegen, dass sich Dankbarkeit positiv auf unser Gehirn, unsere Gesundheit und Lebenszufriedenheit auswirkt. Egal ob dabei Schlafstörungen oder Depression gelindert werden, oder wir weniger Stress empfinden. Wenn wir dankbar sind, sehen wir mehr positives im Leben, und sind dadurch optimistischer, glücklicher, aber auch fitter und belastbarer.

Wege, Dankbarkeit auszudrücken

Dankbarkeit müssen wir in keiner Weise in Worten ausdrücken. Viel mehr geht es um das Gefühl dahinter. Die Worte können dabei aber als Stütze dienen, wenn uns das Gefühl im ersten Schritt noch schwer fällt.

Auch Taten können Dankbarkeit ausdrücken. Egal ob wir Menschen, die uns wichtig sind, oder die uns geholfen haben mit einem Geschenk überraschen, oder ob wir jemanden umarmen. Auch ein achtsamer Umgang mit Dingen und Lebewesen die uns wichtig sind kann ein Ausdruck von Dankbarkeit sein.

Auch Geschenke und andere Aufmerksamkeiten können Ausdruck von Dankbarkeit sein. - Fotocredit: unsplash.com/Kira auf der Heide
Auch Geschenke und andere Aufmerksamkeiten können Ausdruck von Dankbarkeit sein. – Fotocredit: unsplash.com/Kira auf der Heide

Wofür können wir dankbar sein?

Manchen Menschen fällt es extrem schwer, in besonders herausfordernden Situationen oder Lebensumständen irgendetwas zu finden, wofür sie dankbar sein können. Aber genau dann ist es besonders wichtig, uns wirklich dafür Zeit zu nehmen, und etwas zu finden. Viel zu sehr nehmen wir die Dinge, die um uns passieren als selbstverständlich an.

Wir können dankbar sein, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, dass wir Zugang zu Lebensmitteln haben, dass wir Zugang zu Strom, und ein Gerät besitzen, mit dem wir diese Worte gerade lesen können. Und selbst wenn wir all das nicht haben, so können wir dankbar sein für die Wärme der Sonne. Oder für die Beharrlichkeit der Erde und der Pflanzen, die teilweise in den widrigsten Umständen nicht aufgeben und dennoch wachsen. Wir können möglicherweise dankbar sein, dass wir Augen, Ohren und andere Sinne haben, mit denen wir all diese faszinierenden Dinge wahrnehmen können, die um uns herum passieren.

Gerade für so viele Dinge in der Natur können wir unglaublich dankbar sein und diese Dankbarkeit in jeder Zelle unseres Körpers spüren. - Fotocredit: unsplash.com/Alora Griffiths
Gerade für so viele Dinge in der Natur können wir unglaublich dankbar sein und diese Dankbarkeit in jeder Zelle unseres Körpers spüren. – Fotocredit: unsplash.com/Alora Griffiths

Tiefe Dankbarkeit

In vielen Naturvölkern ist die Dankbarkeit ein integraler Bestandteil ihrer Kultur. Viele, wie etwa die Six Nations in Nordamerika, haben aktive Traditionen, dass sie etwa keine größere Besprechung oder Diskussion beginnen, bevor sie nicht eine ausführliche Danksagung gesprochen haben, die schon mal eine halbe Stunde oder Stunde dauern kann.

Andere haben eine tägliche Praxis, dass sie mit bzw. kurz vor dem Sonnenlicht aufstehen, um in tiefer Dankbarkeit, Demut und Hingabe das Wunder eines jeden neuen Tages begrüßen.

Diese Praktiken gehen über ein reines „danke“ weit hinaus, weshalb wir sie als tiefe Dankbarkeit ansehen können.

Umarmungen sind ein ganz besonderer Ausdruck von Dankbarkeit. - Fotocredit: unsplash.com/Mathilde Langevin
Umarmungen sind ein ganz besonderer Ausdruck von Dankbarkeit. – Fotocredit: unsplash.com/Mathilde Langevin

Fazit

Dankbarkeit und der Fokus darauf, in jeder Situation auch etwas zu finden, wofür ich dankbar bin, hat mein Leben grundlegend geprägt und tut es auch weiterhin. Es bedeutet nicht, dass wir Dinge so akzeptieren müssen wie sie sind, und dass alles gut ist. Viel mehr kommunizieren wir damit an uns und an andere, dass wir uns dadurch nicht unterkriegen lassen, und die Hoffnung auf mehr positives in der Welt nicht aufgeben.

Auch oberflächlich sehr negativ wirkende Situationen wie der Klimawandel, Gewalt oder Vereinsamung können in ihrem Kern ein Aufzeigen und Wachrütteln bewirken, das eine positive Veränderung bringen kann. Und wir können dankbar dafür sein, dass wir mit jedem schlimmen Vorfall eine stärkere Überzeugung gewinnen, dass wir aufstehen und etwas tun müssen. Oder dass sich diese Überzeugung auch wirklich in Taten zeigt. Wenn wir uns dann noch auf all die Dinge konzentrieren, die gut laufen, und die schon da sind, erhalten wir die Kraft, auch wirklich weiter zu gehen.

Weiterführende Quellen

americanindian.si.edu: Thanksgiving Address
Beziehungen als Basis von Allem
Nachhaltige Beziehungen
Der Wert von Traditionen
karrierebibel.de: Warum ist Dankbarkeit so wichtig 7 Gründe
spektrum.de: sei dankbar