Im November wurden in Wien zum sechsten Mal die besten Klimaschutzprojekte Österreichs, in insgesamt vier Kategorien, von Umweltminister Niki Berlakovich sowie ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz ausgezeichnet.

Insgesamt wurden 230 Projekte eingereicht, die vier Projekte, welche sich durchsetzen konnten, waren das österreichweite Projekt „Passive house for active students“, die nachhaltige Ausbildung der HLUW Yspertal (NÖ), „Wimegg“ – der Morgenhof von Annemarie und Herbert Hochwallner (NÖ) und die Fassadendämmung aus österreichischem Hanf (OÖ). Aus allen Einreichung ermittelte eine Fachjury 16 Konzepte, die sich dann einer öffentlichen Abstimmung stellten. Daran beteiligten sich etwa 57000 Österreicher.

„Der schlimmste Feind des Klimas ist nicht CO2, sondern Gleichgültigkeit. Die Statuette des Österreichischen Klimaschutzpreises ist in den vergangenen fünf Jahren bereits zum Wahrzeichen für aktiven Klimaschutz in Österreich geworden. Mit der Auszeichnung holen wir jene Menschen vor den Vorhang, die uns zeigen, wie wir mit einfachen Maßnahmen nachhaltig arbeiten, konsumieren und leben können. Denn nur wenn im Klimaschutz alle an einem Strang ziehen, wird es uns gelingen, unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt zu übergeben“, erklärte Umweltminister Niki Berlakovich.

Die Siegerprojekte:

1. „Passive house for active students!“

Die OeAD-Wohnraumverwaltung hat den Passivhausstandard zu ihrem Mindestanspruch bei der Errichtung von Studentengästehäusern erklärt. So konnte deren ökologischer Fußabdruck bereits maßgeblich gesenkt werden.

2. Nachhaltige Ausbildung: HLUW Yspertal

Diese Höhere Lehranstalt ist die einzige Schule in Österreich, die Jugendliche für eine rohstoff- und energiesparende bzw. nachhaltige und ökosoziale Wirtschaft ausbildet. Neben der theoretischen Ausbildung in Umwelt-, Wasser- und Kommunalwirtschaft, werden die zahlreichen Projekte, unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsidee, auch in die Praxis umgesetzt.

3. „Wimegg“, der Morgenhof – Land- und Energiewirtschaft von morgen

Der Bio-Betrieb „Wimegg“ vereint nachhaltige Land- und Energiewirtschaft. Er versucht die bestmögliche Lebensqualität für Tier und Mensch zu erreichen und gleichzeitig unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden.

4. Fassadendämmung aus österreichischem Hanf

Die „Hanffaser-Platte“, eine Dämmplatte aus österreichischem Hanf, wurde entwickelt. Sie kann im Massivbau verwendet werden. Unter dem Motto „Hanf dämmt grüner“ wird das Material seit 2013 vom oberösterreichischen Unternehmen Capatect Baustoffindustrie GmbH vertrieben. Die Hanf-Dämmplatte wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die Platte kann zu neuen Dämmplatten recycelt oder als Rohstoff zur Biogasgewinnung verwertet werden.

Foto: Thomas Jantzen/ORF

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