Eine aktuelle Studie warnt davor, dass die Möglichkeit einer Kettenreaktion im Ökosystem bisher unterschätzt wurde.

Im Sommer hat es eine Studie des Stockholm Resilience Centre  in die internationalen Medien geschafft. Diese Studie setzte sich mit dem Risiko auseinander, dass unser Planet mehrere sogenannte Kipp-Punkte (vom englischen Tipping-Point) passieren wird und wie sich dadurch das Klima verändert. Nun hat das Stockholm Resilience Centre und das Beijerinstiut für ökologische Ökonomie an der Königlichen Wissenschaftsakademie Schweden eine Nachfolgerstudie herausgebracht. Diese neue Studie zeigt, dass die Gefahr mehrere Tipping-Points zu überschreiten viel größer ist, als bisher angenommen.

Die beiden Untersuchungen aus Schweden beschäftigt sich mit kritischen Veränderungen in Ökosystemen und den Phänomenen, die dabei auftreten. Der Unterschiede zu früheren Untersuchungen ist, dass man diese Veränderungen nicht getrennt betrachtet, sondern sich angesehen hat, welche Veränderungen in einem System Veränderungen in einem anderen System mit sich bringen. Zwei der Kipp-Elemente, die man untersucht hat, sind Korallenriffe und das arktische Eis, wir sind nahe dran diese beiden für immer zu verlieren.

Das internationale Forscherteam hat die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Kippelementen untersucht. Beinahe die Hälfte der 30 untersuchten Kipp-Elemente steht miteinander in Verbindung. Wird eine Kipp-Punkt überschritten, steigt die Gefahr, dass auch ein anderer passiert wird. Es kann sozusagen zu einer Kettenreaktion kommen, wenn einer dieser Kipppunkte überschritten wird. In der Wissenschaft spricht man hier von Feedback- oder Dominoeffekten.

Die Studie aus dem Sommer 2018 fokussierte stark darauf welchen Einfluss der Temperaturanstieg auf verschiedene Kipp-Elemente hat, während man sich für die Nachfolgestudie unterschiedliche Mechanismen und ihre Auswirkungen angesehen hat. Die neuere Studie vom Stockholm Resilience Centre und dem Beijerinstiut warnt davor, dass frühere Studien die Zusammenhänge zwischen den Kipp-Elementen und somit das Risiko eines Dominoeffekts grob unterschätzt haben.


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