Die Citi Group veröffentlicht einen Report zu den Kosten der Klimarettung.

Die Auswirkungen der Klimaerwärmung sind inzwischen gut sichtbar und spürbar. Doch es gibt auch viele, die ihre Augen verschließen oder schlicht und einfach negieren, dass es so etwas wie einen vom Menschen verursachten Klimawandel überhaupt gibt. Andere wiederum beharren darauf, dass die Klimarettung viel zu teuer kommen und zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen würde. Citi GPS, Teil der  US-amerikanischen Citi Group, hat jetzt aber einen Report veröffentlicht, der letztgenannter Fraktion den Wind aus den Segeln nimmt.

In der Citi-Studie vergleichen die Autoren zwei unterschiedliche Szenarien. Das eine Szenario ist, dass wir so weiter machen wie bisher und hauptsächlich fossile Energie nutzen. Oder wir investieren in erneuerbare Energieformen. Die Kosten für die Energiewende berechnet die Citi Group mit 190,2 Billionen US-Dollar, die Kosten für die Beibehaltung des Status Quo liegen hingegen bei 192 Billionen Dollar. In einen Umstieg zu investieren kommt also billiger als den Ist-Zustand aufrecht zu erhalten. Wie viel wir durch einen Umstieg auf lange Sicht sparen könnten, wenn keine Kosten für die Beseitigung von Klimaschäden anfallen, ist hier noch gar nicht eingerechnet.

KlimarettungDie Studie vergleicht aber auch die Kosten bei unterschiedlich starker Klimaerwärmung. Bei starker Klimaerwärmung (4,5°C) wären diese um 50 Billionen Dollar höher als bei schwacher (1,5°C). Verglichen mit dem Ist-Zustand würden wir sogar bei moderater Erwärmung (2,5°C) bis zu 30 Billionen Dollar sparen. Die Citi Group konstatiert, dass sich Investitionen in den Wandel sehr schnell auch wirtschaftlich lohnen würden. Bereits im Jahr 2021 würde die Rendite zwischen ein und vier Prozent liegen und bis 2035 auf drei bis zehn Prozent steigen. Die Frage, die wir uns nun stellen und die auch die Studienverantwortlichen selbst stellen ist: was hält uns eigentlich noch davon ab, alle nötigen Schritte zu setzen um unser Klima zu retten?

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Bilder:
Manuel Wutte, Wikimedia
Robert A. Rohde, Wikimedia

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