Studie unter 41 der reichsten Länder.

Dass alle Kinder einen fairen Start ins Leben verdient haben, egal, wo sie geboren wurden und in welchem Land sie aufwachsen, bestreitet wohl keiner, heißt es in einer Studie der Unicef. Wie aber lässt sich messen, wie fair die Lebensbedingungen sind, unter denen Kinder aufwachsen? Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen vergleicht in regelmäßigen Abständen die Situation in 41 Ländern der OECD und der EU und veröffentlicht die Ergebnisse in den so genannten Report Cards. Die aktuellste davon ist die Innocenti Report Card 13 aus dem Jahr 2016.

„Ein echter Maßstab für faire Lebensbedingungen in einem Land könnte (…) sein, wie gut es sich um das Wohlbefinden der am stärksten benachteiligten Kinder kümmert – ihre Gesundheit und Sicherheit, ihren materiellen Schutz, ihre Bildung und wie sie selbst ihr eigenes Wohlbefinden einschätzen“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie. Der Report vergleiche folgendes: „Den Unterschied zwischen dem Wohlbefinden von Kindern am  unteren Ende der Gesellschaft und jenen in der Mitte (dem „Durchschnitt”)“, denn von einer geringeren Ungleichheit würden alle Kinder profitieren.

Hier einige der Ergebnisse:

In reichen Ländern schätzen Durchschnittskinder ihre Lebenszufriedenheit mit 8 von 10 Punkten ein. Ganz oben liegen dabei die Länder Dänemark, Finnland, Norwegen, die Schweiz und Österreich. Zum Vergleich: In Polen stufen 10 Prozent der Kinder und in der Türkei 15 Prozent der Kinder ihre Lebenszufriedenheit als sehr niedrig ein, heißt es weiter.

Österreich liege in der Gesamtplatzierung bei Einkommen, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit auf Platz 5 – hinter Dänemark, Finnland, Norwegen und der Schweiz. Die Armutsrate von Kindern lag im Jahr 2013 bei 9,6 Prozent – fast jedes zehnte Kind war in Österreich zu diesem Zeitpunkt somit arm. 13 Prozent der Kinder in Österreich leben in sozial schwachen Haushalten. Das sind mehr als in Deutschland und in den skandinavischen Ländern. Positiv sei aber außerdem, dass Österreich die geringsten Unterschiede in Gesundheit und medizinischer Versorgung zwischen den ärmsten Kindern und dem Median aufwies – und somit auf Platz 1 der Studie landete.

 

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Quelle: Unicef
Foto: pixabay

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