OekoBusiness Wien 2019 – Foto: © Christian Houdek/PID
OekoBusiness Wien 2019 – Foto: © Christian Houdek/PID
Vier Betriebe wurden dieses Jahr mit dem Wiener Umweltpreis für ihre nachhaltigen Ansätze und umweltschonenden Projekte ausgezeichnet. Das Einsparungspotenzial durch die Teilnahme an den Programmen lässt sich dabei sehen.

Dass in Wien wirklich viel rund ums Thema Nachhaltigkeit geschieht, zeigte sich vor Kurzem wieder einmal bei der 14. Verleihung des Wiener Umweltpreises. Vergeben wird der Preis, durch den 2018 sage und schreibe rund eine Million Euro an Betriebskosten eingespart werden konnten, von der Stadt Wien gemeinsam mit der Initiative OekoBusiness Wien, einem Projekt der Wiener Umweltschutzabteilung. Das Programm ist eine Art Umwelt-Service-Paket der Stadt, das seit 1998 Unternehmen dabei fördert, umweltschonende sowie nachhaltige Maßnahmen zu setzen, und das die Firmen dabei unterstützt, Betriebskosten zu sparen. 

Wiener Umweltpreis 2019 an vier Betriebe

Und auch diese Jahr wurden von einer Fachjury wieder die vier Siegerprojekte für den Wiener Umweltpreis ausgewählt. Dazu gehören 2019 Kolariks Freizeitbetriebe, die ihr gesamtes Speisenangebot – darunter selbstverständlich die klassische Stelze – in kurzer Zeit zur Gänze auf Bioqualität umgestellt haben und auch die Marke Henkel, die mit einem konsequenten, ganzheitlichen Ansatz ihren ökologischen Fußabdruck bis 2030 um ein Drittel reduziert haben will. Einer der Ansätze enthält die Erhöhung der Waschmittelkonzentration, durch die alleine am Standort Wien eine jährliche Reduktion von 815 Tonnen Verpackungskunststoff erreicht werden konnte. Auch der Stromverbrauch konnte damit um etwa den Wert von ca. 9.000 Wiener Haushalten reduziert werden. Das Hotel „Das Capri“ gehört mit der Etablierung eines ethischen Wirtschaftsmodells in den Bereichen Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Transparenz ebenso zu den Gewinnern 2019. 

Mit Mehrweggeschirr zum Wiener Umweltpreis

Auch das Cafe Restaurant Westpol durfte gemeinsam mit der in-u! OG den diesjährigen Preis in Empfang nehmen. Das Ziel des Restaurants Westpol ist dabei ein großes: Die Lerchenfelderstraße zur ersten Zero-Waste-Take-Away-Zeile Wiens zu machen. Begonnen wurde mit diesem ambitionierten Vorhaben durch den Einsatz von Mehrweggeschirr aus Edelstahl, in dem Essen geliefert und abgeholt werden kann. Wer sich kostenlos zur Mitgliedschaft im Lokal anmeldet und das Geschirr innerhalb von drei Tagen wieder retourniert, zahlt für diesen nachhaltigen Service übrigens nichts. 

Insgesamt wurden dieses Jahr 151 Betriebe für die Teilnahme an dem Projekt OekoBusiness ausgezeichnet, an dem bisher seit Bestehen der Initiative 1300 Betriebe teilgenommen haben. Im vergangenen Jahr konnten damit neben der oben genannten Summe an Betriebskosten auch noch 2.065 Tonnen CO2 eingespart werden. Darüber hinaus wurden ca. 56 Tonnen an gefährlichem Abfall vermieden. Das entspricht der unvorstellbaren Zahl von 1059 Mistübeln – die aufeinander gestapelt vier mal so hoch wie der Donauturm wären. Und es konnte der Energie-Jahresverbrauch von 33.000 Haushalten durch die Maßnahme eingespart werden.

Foto: © Christian Houdek/PID


Mehr über Energiepolitik

Die Kategorie Energiepolitik umfasst internationale Entwicklungen und Verbesserungen, um erneuerbare Energien zu fördern, Strom zu sparen und die Umwelt zu schützen. Mit folgenden Links gelangst du der Reihe nach zu mehr Artikel in diesem Themenbereich für Einsteiger bis zu Profis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*