Wenn die engagierte AHS-Lehrerin Ina Brandner den Raum betritt, merken die Schüler von der ersten bis zur achten Klasse auf. Die Reaktionen sind unterschiedlich: Mal ist es Begeisterung, mal schlechtes…

Freiwillige KlassenverschönerungDie Siegerurkunde wird an die Wand geheftetMülltrennung in der RahlgasseWenn die engagierte AHS-Lehrerin Ina Brandner den Raum betritt, merken die Schüler von der ersten bis zur achten Klasse auf. Die Reaktionen sind unterschiedlich: Mal ist es Begeisterung, mal schlechtes Gewissen. Denn es ist wieder Zeit für die Umweltliga.

Einmal pro Woche besucht die sichtlich beliebte Pädagogin unangekündigt der Reihe nach alle Schulklassen im Gymnasium Rahlgasse. Das Ziel ihres Rundgangs: Sie vergibt Punkte für die Energieleben.at-Umweltliga, einen schulinternen Wettbewerb unter allen Altersgruppen im Haus.

11 Punkte

Die Kinder nehmen es Ina Brander auf dem Kontrollgang nicht übel, dass sie ihre Liste Punkt für Punkt durchgeht, Schlampigkeiten, Schmutz und Verschwendung ahndet und auf keine schwachen Ausreden hereinfällt.
Allen in der Schule ist bekannt, welche Vorgaben zu erfüllen sind, um die begehrten 11 Punkte zu erreichen. Die Vorgaben hängen im Stiegenhaus aus, sie werden laufend wiederholt, und sie einzuhalten ist keine Hexerei. Die besten wie die schlechtesten Klassen im Ranking wissen nur zu genau, wo es in ihrem Unterrichtsraum hapert, wenn sie einmal nur 10, nur 9 oder gar nur 4 Punkte auf einem Wochenrundgang erreichen.

Ein kleiner Katalog von Kriterien ist zu erfüllen. Dazu zählt der bewusste Umgang mit Strom und mit Heizenergie, richtiger Lichteinsatz und richtiges Lüften, Mülltrennung und Sauberkeit im Raum, saubere Tische, eigenverantwortliches Melden bei Schäden und eigene Ideen, mit denen die Klassenräume verschönert werden können.

Monatssieg und Jahreswertung

Einmal im Monat wird eine Klasse als Monatssieger ausgezeichnet. Am Ende wird außerdem einmal im Jahr der Gesamtsieg gefeiert. Welche Klasse ihn erringt, entscheidet sich normalerweise erst in den allerletzten Wochen. Favoriten sind regelmäßig die ganz Großen, die schon viel Verständnis für Umwelt und Energieeffizienz entwickelt haben, und die ganz Jungen, die mit größter Begeisterung bei der Sache sind.

In den meisten fünften bis siebten Klassen sind Umweltfragen vorübergehend ein sekundäres Thema für die Jugendlichen – wie sich jeder denken kann, der selbst einmal 16 war. Trotzdem: Die Chance auf einen Monatssieg hat jede Klasse, wenn sie sich vier Wochen lang intensiv an der Nase nimmt.

Teamarbeit

Um in diesem knappen Rennen die Führung an sich zu reißen, müssen wirklich alle Kinder mithelfen. Schon ein einziger, der zerknüllte Zettel einfach auf den Boden wirft oder seine Wurstsemmel im Altpapier oder im Altmetallkübel deponiert, kann die entscheidenden Punkte kosten.
Nicht alle Vorgaben sind von den Schülern allein zu erfüllen. Auch Erwachsene müssen mithelfen. Für eine sichere Führung in der Punktewertung ist zum Beispiel auch die Hilfe des Klassenvorstands wichtig. Und er darf auch ruhig von den Kindern an seine Pflichten im Rahmen der Umweltliga erinnert werden.

Dass das Rennen um die Maximalpunktezahl dennoch Monat für Monat zum Foto-Finish wird zeigt, wie gut es mit der Umweltliga gelingt, Begeisterung für Umweltthemen zu wecken. Einmal im Monat treffen sich zudem die „Eco-Kids“ für spezielle Projekte rund um Sauberkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit. Jene Kinder, die sich hier engagieren, sind auch die besten Botschafter der Umweltliga in ihren Klassen.

Sieg oder nicht: Am Ende wissen alle Abgänger der AHS Rahlgasse (und ihre Eltern) genau, worauf es für einen sorgfältigen Umgang mit Umwelt und natürlichen Ressourcen ankommt.

Siegerehrung

Besondere Begeisterung gibt es an diesem Tag in der 2B: Die Klasse hat im Vormonat die meisten Punkte gesammelt – und das schon zum zweiten Mal in diesem Schuljahr: Damit ist sie ein ganz heißer Anwärter auf den Gesamtsieg. Eine Nachricht, die in den anderen Top-Klassen gleich für neue Entschlossenheit sorgt.
Für die siegreiche 2B verteilt Ina Brandner kleine Geschenke als Belohnung: Taschenlampen, Spieleboxen und Schokolade. Frische Motivation für das nächste Monat und die Jagd nach dem nächsten Sieg für Kinder und Umwelt.
Die Siegerklasse

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