Eine der Hauptverkehrsadern in San Francisco soll schon sehr bald autofrei werden.

Die Initiative Better Market Street möchte, dass die Market Street in San Francisco keine Durchzugsstraße für den Autoverkehr mehr ist. Rund eine halbe Million Fußgänger frequentiert diese Straße täglich, gleichzeitig ist sie auch eine der gefährlichsten Straßen, mit vielen Autounfällen. Dies soll sich aber nun ändern. Fußgänger und Radfahrer sollen viel Platz bekommen und diesen auch gefahrenlos nutzen können. Im Oktober wurde der Projektvorschlag von der Leitung der San Francisco Municipal Transportation Agency einstimmig angenommen.

Das Projekt ist genauso umfangreich wie wichtig für die Stadt. Die veranschlagten Projektkosten belaufen sich auf 604 Millionen US-Dollar. Mit der Arbeit an den zahlreichen Veränderungen soll schon in wenigen Monaten begonnen werden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Octavia Boulevard und  Embaracadero. Die wichtigste Veränderung ist, dass das Stück zwischen Steuart und Gough für Privatautos gesperrt wird. Stadtbusse, Rettungsfahrzeuge, Fahrtendienste, Fahrräder und lizensierte Taxis werden diesen Abschnitt aber weiterhin befahren dürfen. Taxidienste wie Uber und Lyft dürfen die Market Street auch nicht befahren, sie dürfen ihre Fahrgäste nur bis zu Querstraßenkreuzungen bringen. 

Für Fahrradfahrer soll mehr Platz geschaffen werden, die neuen Radwege sollen baulich getrennt und sicher sein. Auch die große Gruppe der Fußgänger, welche die Market Street täglich frequentiert, bekommt mehr sicheren Platz zugestanden. Dies schein besonders wichtig, da die Zahl an fatalen Unfällen mit Fußgängern in diesem Jahr deutlich angestiegen ist.

Hätte man es vor dreißig Jahren vorgeschlagen, wäre man auf Kopfschütteln und Unverständnis gestoßen, doch jetzt kommt dieses Projekt genau recht. Verkehrsberuhigung, Förderung von nicht-motorisiertem Transport und kommunalem Transport liegen im Trend. Projekte wie dieses fördern die Lebensqualität der Bewohner und tragen zu einer Verbesserung der Umwelt bei.


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Bild: Better Market Street

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